Freitag, 17. November 2017

Gruselkabinett 43 - Das Haus des Richters (2010) Review






Bildergebnis für gruselkabinett das haus des richters



Der junge Student Malcolm Malcolmson möchte sich in der Abgeschiedenheit einer fremden Stadt in aller Ruhe auf die anstehenden Abschlussprüfungen vorbereiten. In Benchurch findet er ein geeignetes Mietobjekt: ein altes, gewaltiges Gebäude mit mächtigen Giebeln. Der Makler ist nur zu gerne bereit, es ihm zu vermieten – vor allem, um zu beweisen, dass das in schlechtem Ruf stehende Haus des Richters tatsächlich bewohnbar ist…

Soweit der Pressetext. Ich persönlich empfand die Geschichte als solche durchaus solide präsentiert mit einigen bitteren Pointen gewürzt, weitaus mehr hat mir jedoch die authentische Sprecherriege und allgemein bleierne Atmosphärenströmung mit verträumt-distanzierten Klangbild zugesagt.

Das Licht/Schattenspiel des einsam gelegenen Anwesens, das mehr und mehr zu einer mattschwarzen Kerkerfestung wird, dessen feudale Fassadenstruktur unter gezackten Blitzspiralen und dem tosenden Himmelsgewölbe ihre grimmige Fratze entblößt. Der scheinbare Ruhepol des Lernzimmers mit seiner akurat gemachten Bettstätte, dem dampfenden Abendmahl, der vordergründigen Stille der alten Hallen. Leise knisterndes Feuer als Symbol für Leben und Licht in diesen schattigen Mauerzügen, die wie stumme Verschwörer - durch das fiebrige Fletschen der kulthaften Nagetiere umwoben - den Protagonisten tadelnd anstarren. Mentale wie physische Isolation.

All das garniert mit dem forschen Auftreten der Haushälterin, die in lichtgefluteten Räumlichkeiten ihre Auftritte genießt, beim schieren Gedanken an die Klauen des Nachtschattens jedoch sämtlichen Mut verliert. Die wiederkehrenden Warnungen der Bevölkerung als Mahnmale im Hinterkopf, als Warnrufe vor den Versuchungen der Anderswelt, die sich des Nachts im feuerroten Glimmen ungezählter Augenpaare offenbart.

Dies ist handwerklich sehr ansprechend und packend in Szene gesetzt worden und konnte mich über die, erwähnt solide aber vorhersehbare Geschichtsführung, locker hinwegtrösten. Sicher, das sehr intensive Ende bleibt hängen, bildlich gesprochen, jedoch sind meine Höhepunkte die stillen Momente des Studenten in unmittelbarer Bedrohung, die Gespräche und das Miterleben der fremdartigen Umgebungsskizzierungen. 


7/10

Donnerstag, 2. November 2017

Macht Pause

Hallo zusammen,

Stephan macht Internetferien. Da ich aktuell immer weniger Zeit finde, für den Blog und Facebook, mache ich erst mal Pause für unbestimmte Zeit.


Der Blog bleibt online, nur werde ich ich wen sporadisch mal rein schauen. Für den Max kann ich nicht sprechen, vermute aber das er wenn er neuen Content hat, er das auch ohne mich eingestellt bekommt.

Stephan meldet sich ab.........

Montag, 23. Oktober 2017

RE / Release - Radar 2

Nächste Runde an 3-4 Neuvorstellungen der Vorwoche. Mir ist auch klar das Freitag eigentlich Releasetag ist, manchmal passt das nicht hier. Schaffte es nicht mir das anzuhören in der Woche, weil so viele andere Sachen zu tun, das war es diesmal. Habt trotzdem euren Spaß!


Gloria -DA





Klaas Heufer-Umlauf und Ex Helden Basser Mark Tavassol veröffentlichen ihr inzwischen drittes Album. Den Vorgänger Geister fand ich richtig gut, insbesondere den Einstieg mit Heilig Und Hunde. Diesmal ist bis fast zum Ende ein eher seichtes Album, wo eine Art Indie Schlager gespielt wird. Erst mit Hochhaus geht es dann richtig los. Das Ende mit Nie mehr u. Stille ist der Höhepunkt in einem sonst wenig spannendem Album. Mehr erwartet! 2/5


Kettcar - Ich vs. Wir





Fast genau so wie Gloria, nur eigentlich hab ich von Kettcar als Indieaushängeschild nichts mehr groß erwartet. 2012 hat man sich quasi verabschiedet und Marcus Wiebusch hatte mit Konfetti 2014 ein schönes Soloalbum raus gebracht. Meine Kettcar Favoriten bleiben Du und wieviel von deinen Freunden von 2002 u. der Nachfolger Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen (2005). Die waren wenigstens ab und an aus der Hüfte und fühlten sich echt an. Deshalb leider nur 3/5, immerhin!


King Krule - The OOZ




Easy Easy, der Typ ist erst 23 und klingt auf seinem Debüt 6 Feet Beneath the Moon (2013) überhaupt nicht leicht. Mit dem quasi Nachfolger The OOZ, dachte ich zuerst an irgendwas zauberhaftes. Wollte dann aber sofort, dem immer noch neuem Indiejazz King, folgen. In 4 Jahren seine einmalige lakonisch düstere Stimme veredelt und Songs für eine Runde Whisky in der Schummerbar, aber nicht für den englischen Pub. 4/5

Gruß Stephan

Dienstag, 17. Oktober 2017

Fünf Alben aus dreißig Songs - Ausgabe 49

Wie versprochen, weiter geht es, mit der wöchentlichen Liste. Viel aktuelle Musik (2017) diesmal dabei. Habt Spaß!

Mix der Woche Spotify (16. 10. 2017)

Nach dem Klicken sollte der Webplayer auf gehen, dort sich einfach bei Spotify anmelden mit eurem Account und ihr könnte die komplette Liste sehen und euch anhören.

Crystal Fairy - Crystal Fairy (2017)



Melvins, At The Drive-In u. Teri Gender Bender setzt dem Vollgas Rock die Krone auf. Was für Riffwände und Wüstenhocks, zusammengeführt von eben Teri. Stoner, packt eure Heiratsanträge ein (die Braut gehört mir, In My Dreams) und die Pommesgabel aus. So muss sich Schwermetal anhören Anno 2017, aktuell kann ich keine Ausfall hören. Leider erst jetzt entdeckt. Alternativ - Metal Album Of The Year, 5/5 - Wehe das skipt einer! - Wertung

The Midnight Ghost Train - CYPRESS AVE. (2017)



Noch so ein Brett, allerdings schon das sechste Studioalbum der Rocker. So abwechslungsreich klangen sie noch nie. Was mit dem langsam heran rollenden Tonight beginnt, fuzzte mich erst mal platt, mit Red Eyed Junkie Queen. Das setzt sich dann fort und mündet dann in Bläsern und Hiphop bei The Boogie Down. Allerdings kann man ja auch den Bogen überspannen, dachte ich einen Moment. The Midnight Ghost Train, bekommt dann aber doch die Kurve, Rost und Wüstenstaub werden wieder bespielt. 4/5 - Skip Wertung

Sweet Spirit - St.Mojo (2017)



The Power heißt der Opener und der verspricht so einiges. Zu der Band kann ich relativ wenig sagen, mit der Dame an den Vocals machen sie jedenfalls keinen Fehler, die hat was. Das gesamte Album ist eine Mischung aus Südstaaten - Pop/Rock, Tom Petty Sound (R.I.P) u. Pink. Ist erst das zweite Album, wenn die noch etwas am Songriting arbeiten, klingt teils sehr schräg (aber bitte nicht zu glatt werden), dann wird das was. 4/5 - Newcomer Wertung

Queen Of The Stone Ages - Rated R Deluxe Edition (2010)



Das zweite Album der Queens, stellte sich im Nachhinein, als der Einstieg in höchste Rocksphären heraus. Mit dem Nachfolger Songs For The Deaf nahmen sie dann Platz im Rockhimmel. Seit dem wartet man auf eine Art Überalbum. Unter anderem deswegen, schob Josh Homme 2010 diese Deluxe Edition ein. Dabei war das Teil von Anfang an richtig edel. Die zweite CD ist nett, B-Seiten und Liveaufnahmen., hätte es aber nicht wirklich gebraucht. 4/5 Mir reicht das 2000er Album! - Wertung



Peter Perrett - How The West Was Won (2017)



Von Peter Perrett hatte ich noch nie etwas gehört. Wenn wundert es? Sein einziger Hit Another Girl, Another Planet datiert aus dem Jahr 1978, mit seiner Band The Only Ones (Postpunk angeblich). Nun ist Peter auch schon 65 und stellt sein erstes Soloalbum vor. Lakonischer Singer/Songwriter im Stil von Lou Reed. Wenn jetzt alle alten Hasen auf die Idee kommen, 40 Jahre nach ersten Erfolgen, eine gute Soloplatte zu machen. Fände ich nicht so toll! Doch besser spät, als nie! 4/5 Skip Wertung

Gruß Stephan

Freitag, 13. Oktober 2017

RE / Release - Radar 1

Heute starte ich wieder durch, mit einer neuen Rubrik. Meine Spotify Liste wird nächste Woche auch fort gesetzt, zusätzlich stelle ich 3-4 Neuererscheinungen der Vorwoche vor. Kurz und boom, ähnlich der Spotify Liste. Bin froh endlich wieder was tippeln zu können (hatte schwere Grippe und Internetpause) und hoffe ihr lest hier wieder rein.

Für die aktuelle RE /Release kommen:


Liam Gallagher - As You Were


Die Oasis Brüder haben sich wieder vertragen und machen neue Songs? Schön wäre es! Hierbei handelt es sich um den bösen Bruder Liam, von dem man eigentlich außer meckern und motzen, keine Musik mehr erwartet hat. Und ja, in den ersten Stunden, könnte man die Eingangsfrage mit ja beantworten. Dann wird klar das Liam sicher solide Britpopstücke zum besten geben kann, der kongeniale Wiederpart in Form von Noel, fehlt dann doch. Kann man mal gut weg hören, verlasst euch drauf, morgen wird wieder gemeckert. 3/5



Marilyn Manson - Heaven Upside Down


Der Schockrocker macht wieder Mucke. Wurde auch Zeit, dachte ich beim rein hören in sein neustes Werk. Schockiert hat es mich nicht, aber überrascht, das sich der Gute mit 48 endlich wieder dem Musik machen widmet. Ist das Titel gebende Stück, nur der Kopfnicker der nicht fehlen darf, glänzt der Rest überwiegend mit Verneigung an Golden Age of Grotesque“. Natürlich ist Marilyn sich bewusst, das fast 15 Jahre später, Hunde sich anders hinter Öfen hervor locken lassen, das gelingt diesmal recht gut. Mir gefällt es jedenfalls. 4/5


Wanda – Niente


Österreich 0 Punkte, so wäre Wanda beim ESC von nicht nur DE abgestraft worden, mit dem Album. Das dritte Album, der Wiener Indietruppe, ist zum weg hören und ganz schnell vergessen. Ähnlich einem anderem Österreicher verkacken sie es diesmal. Rocky 1 super, 2 na ja, 3 vergessen. Bei Rambo das gleiche. Ach Mist das ja Sly, der Österreicher heist Arni. Egal, Wiener Schmäh halt. Hoffen kann man nur, das es eben dem Arni, im Alpenheim für verdiente Österreicher, besser geht mit der Art fröhlicher gepflegter Langeweile. In sowohl Text wie auch Ton. 0/5



a-ha - MTV Unplugged - Summer Solstice

 
A-ha mag ich nicht. Das war schon immer so und wird sich trotz aller trainierter Fairness, höchstwahrscheinlich nicht mehr ändern lassen. Wer sagt aber, das man mit vorgefasster Meinung, keine gescheiten Minireviews schreiben darf? Einen Hörschaden habe ich jedenfalls nicht, das steht fest. A-ha hätte es schon immer gut getan, wenn sie von Anfang an, die elektronischen Wolkeninstrumente weg gelassen hätten und sich auf das verlassen hätten, was sie z.b. mit Morten Harket´s Stimme, immer hatten. Das Unplugged Format bietet sich da natürlich an. Einfach nur schön anzuhören und wären sie so gestartet in ihre Karriere, hätte ich heute keine Vorurteile. 3/5

Gruß Stephan











Dienstag, 26. September 2017

Fünf Alben aus dreißig Songs - Ausgabe 48

Mix der Woche Spotify (25. 09. 2017)

Nach dem Klicken sollte der Webplayer auf gehen, dort sich einfach bei Spotify anmelden mit eurem Account und ihr könnte die komplette Liste sehen und euch anhören.

 

Es tut mir leid, diese Woche fehlt mir etwas die Lust und Liebe, mir 30ig Songs anzuhören, recherchieren gegeben falls und dann zu fünf Alben daraus eine kurze Vorstellung zu formulieren. Letzte Woche hab ich mich mit einer Bronchitis durch die Woche geschleppt und kaum schlafen können. Wegen dem heftigen Husten, werde ich diese Woche mich erholen. Deshalb mach ich mir es etwas einfacher und veröffentliche meine Liste der Woche komplett, ohne was zu den Alben zu sagen bzw. die Wahl zu treffen. Habt also trotzdem Spaß und drückt mir die Daumen, dass ich nächste Woche wieder auf dem Damm bin.


Gruß Stephan

Dienstag, 19. September 2017

Fünf Alben aus dreißig Songs - Ausgabe 47

  Die Grippe hat mich aktuell erwischt, also raus damit.

 

Mix der Woche Spotify (18. 09. 2017)

Nach dem Klicken sollte der Webplayer auf gehen, dort sich einfach bei Spotify anmelden mit eurem Account und ihr könnte die komplette Liste sehen und euch anhören.

 

Pete Townshend, Ronnie Lane – Rough Mix (1977)




Pete brauch man nicht groß erklären (The Who/Leadgitarre), Ronnie Lane dann schon eher. Mitbegründer der Small Faces und einige der stärksten Songs (Itchycoo Park, Tin Soldier) der auslaufenden 60er. 1977 wollte ihm Pete helfen wieder Fuß zu fassen, mit dem gemeinsamen Album. Was auch teils gelang, aber nicht dauerhaft wirkte. Ronnie hatte MS und starb mit nur 51 Jahren an den Folgen von MS. Auf Rough Mix singt er größten teils. Pete hatte mit seinem Solo Album White City: A Novel (1985) seinen größten Erfolg. Skip Wertung 4/5


Camel – Mirage (Remastered) (2002) (Orginal 1974)




Neben dem Marlboro Mann, der qualmend dem Sonnenuntergang entgegen riet, gab es Mitte der 70er noch eine andere Zigarettenmarke, die durch ihr Cover mit der Abbildung eines Kamels, große Aufmerksamkeit erregte. Das Cover von Mirage war wiederum dieser Zigarettenmarke sehr ähnlich. Viele meiner Generation rauchten, also fehlte die Mirage in kaum einer Plattensammlung. Der eher ruhige Progrock war durchaus ok, allerdings fielen sie im Vergleich, mit anderen Progrock - Bands aus der Zeit, doch etwas ab. Skip Wertung 3/5


Them Croocked Vultures – Them Croocked Vultures (2009)




Als Dave Grohl (Foo Fighters) 2005 die Zusammenarbeit mit Josh Homme (Queens Of The Stone Ages/Kyuss) und John Paul Jones (Led Zeppelin) bekannt gab, konnte man großes erwarten, von der neuen Hard-Rock-Supergroup. Als die Scheibe am 1. 1. 2009 in den Läden stand, enttäuschte sie nicht. Rückblickend läuft es aber wie bei vielen Supergroup´s, ein Album und dann kommt gar nichts bis wenig von ihnen, leider. Skip Wertung 4/5


Elton John – Tumbleweed Connection (Remastered) (1970)




Elton mag ich gerade mit seinen Frühwerk, hier das dritte Album von ihm. Es zeigt sehr früh auf, welchen Singer / Songwriter wir mit dem Briten, da erleben dürfen. Spät (2011/Köln) sah ich Elton mit einigen Stücken von der Tumbleweed auch live. Auch wenn die Stimme anders ist als 1970, Elton bringt es immer noch. Einmal im Leben muss man Elton live gesehen haben, ganz groß und kein „Lion King“ weit und breit. Seine letzte Scheibe (Wonderful Crazy Night (2016)) , war auch wieder sehr gut. Skip Wertung 4/5


Taylor Hawkins – Kota (EP) (2016)




Der Schlagzeuger der Foo Fighters macht mit der EP, bessere Musik als seine eigentliche Band aktuell, die wohl etwas langweilig geraten ist. Ich weiß nicht ob Kota eine LP werden sollte, enttäuscht ist man von den 19 min Spielzeit nicht. Nicht so Stadionrock geschwängert, wie aktuelle Foo Fighter Alben, dafür sauber knackig und tanzbar produziert. Skip Wertung 4/5

Gruß Stephan