Samstag, 9. Juli 2016

Ankommen – Was wir wollen, wer wir sind

Biffy Clyro - Ellipsis




Mit BC kam ich erstmals in Kontakt, als das Album „Only Revolution“ 2009 erschien. Kurze Zeit später sah ich sie im Vorprogramm von Muse, da waren Muse schon wieder auf dem absteigenden Ast und konnten mich nicht restlos begeistern. Trotzdem gehört Muse weiterhin zu meinen Favoriten. Hoffe da einfach auf Besserung.

BC waren damals noch sehr hart unterwegs, von „Noiseabmischung“, bezogen auf ein noch lauteres Publikum in Erwartung von Muse, hatten sie wohl noch nichts gehört. Es schepperte an allen Ecken und Enden, da hätten sie ihr Instrumente + Mikro auch gleich in mein Gehör ein stöpseln können. Das ungeschliffene an ihrem Sound mochten die Leute aber, das war „Handmake“ in Ohren der Hörer. Auch ein Mittelfinger wenn er angebracht ist, schwang da mit.

Für viele werden BC immer die Alben „Blackened Sky“, „The Vertigo Of Bliss“, „Infinity Land“ u. mit Abstrichen auch noch „Puzzle“ bleiben, ab da wurde es zu poppig und damit beliebig. Nicht so für mich, bei mir wurden sie halt erst mit „Only Revolution“ geboren und ich mag gut gemachten Pop bis Glamrock sehr. Auch an Radio tauglich oder eine Gröhlhymne finde ich durchaus gefallen dran.

Nun also „Ellipsis“ und am Anfang mit „Wolves of Winter“ denkt man ein bisschen, nun doch die Rolle rückwärts. Das ist aber eine Fehleinschätzung. Bei „Friends and Enemies“ kann man die ersten 40 Sec. auch zum rhythmischen Klatschen animieren verstehen und das stell ich mir in einer 10000 + Halle einfach Endgeil vor. „Animal Style“ ist die erste Singleauskopplung und hat was von Gangnam Style meets Rock n Roll, feine Popnummer und sicher Radiotauglich. Dann geht es etwas ruhiger zu mit „Re-arrange“, Accusticgitarre und ein Mitsingrefrain, sehr nice.

Der Mittelteil hat für mich die besten Stücke. „Herex“ zwischen Noiserock und Progpop ist perfekt. Mitgröhl und Gänsehaut Garantie. „Medicine“ ist wieder eher ruhig, dann kommt das groovende „Flammable“ was im Vorfeld kritisiert wurde, nur hört den groovie Bass, passt wie Arsch auf Eimer.

Von allen Trademarks die BC mittlerweile haben am weitesten weg ist „Small Wishes“, was eine schlichte Country Nummer ist und wenn das Album mit „People“ endet, gibt es nicht eine Nummer die einen schwachen Eindruck hinterlässt. Finde das nach „Opposites“ sich BC mit „Ellipses“ in eine konsequente, richtige Richtung bewegen. Ohrwurmgarantie gepaart mit Radiotauglichkeit, ein tolles Sommeralbum. Sterne gibt es bei mir nicht, möchte niemanden Konkurrenz machen. Anspieltipps auch nicht, wie gesagt kann allem was abgewinnen.

Tracklist

01. Wolves of Winter
02. Friends and Enemies
03. Animal Style
04. Re-arrange
05. Herex
06. Medicine
07. Flammable
08. On a Bang
09. Small Wishes
10. Howl
11. People

Gruß Stephan

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen