Montag, 22. August 2016

Falsch verstandener Fame

Autorenglück und die politische Großwetterlage


Natürlich habe ich was zu sagen als Autor und das gleiche gilt auch für den Max. Das ist in meinem Fall aber ein reines Mitteilungsbedürfnis was gestillt werden will. Ob ich mit dem was ich mitteile immer richtig liege? Ehrlich gesagt, ich hoffe es aber wissen tu ich das nicht. Dass das was ich so schreibe ankommt (2300 Leser in 1,5 Monaten), ist ein Zeichen dafür das ich offensichtlich nicht so selten daneben liege, aber mir ist es ähnlich wie bei einem Tagebuch, nicht so wichtig. Wenn keiner hier lesen würde, wäre es mir fast egal, -hauptsache ich kann mich an irgend welchen wilden Formulierungen erfreuen, die mir in den Sinn gekommen sind. Der Vorteil den ich durch den Blog genieße ist, es kann sich aufregen wer will über meine Formulierungen oder meine Eigenarten der Satzstellung, ich habe sämtliche Fäden in der Hand. Es ist äußerst befriedigend, seiner Freiheit mit dem Wort wieder einen Ort gegeben zu haben. Es hat mehr Würde.

Und mal ehrlich Freunde der Nacht, ewig gestrige Pokemons, übliche Verdächtige glaubt ihr ernsthaft bei den zig tausend Blogs, Facebookseiten, irgend einer außer ihr selbst und die zwei übrig gebliebenen echten Freunde interessiert das ernsthaft, was ihr egal wo im WeOhWe hinterlasst? Nein glaubt ihr nicht und ich schließe mich einfach an, bin aber glücklicher so.


Der einzige Faktor den ich als einer der Mitautoren beeinflussen kann, ist der Content auf diesem Blog. Wo rüber ich schreibe ist mir eigentlich frei gestellt. Es muss im Gegensatz zu einem Tagebuch nur immer relativ aktuell sein. Nicht tagesaktuell, aber alle drei - vier Tage sollte hier was Neues stehen. Unser Themenfeld umfasst von Musik, Inet u Games, Serien u. Film auch gesellschaftspolitische Themen, möglichst in enger Verzahnung zu den drei Hauptthemen.


Certaine, Hubert Kah 1, CC BY 3.0

Nun begab es sich das ein gewisser Hubert Kah ein neues Album bald heraus bringt. Halt da war doch was im Hinterstübchen. Ja richtig Herr Hubert Kah hatte anfangs, im Zuge der neuen deutschen Welle, ein- zwei größere Charterfolge Anfang der 80iger Jahre. Das neue Album wurde nun angekündigt mit der Auskopplung "Terrorist der Liebe". Das gleichzeitig veröffentlichte Video, zeigt zwei älter gewordene Helden, einer davon ist Joachim Witt (auch so ein NDW Fossil), die den Terroristen der  Liebe besingen, der scheinbar noch in ihnen steckt. Alle Klischees des Späthippitums werden bedient. Den stinkenden Mercedes Wohncontainer hätten sie aber echt weg lassen können. Um hip zu sein, tun bestimmte Menschen eben wirklich alles. Hubert z.b. hatte so ein Container Format im deutschen Fernsehen gerade verlassen, wohl nicht mit der Erkenntnis, der Zug fährt auch ohne ihn. Erkenntnisgewinn steht heute so und so in den aller wenigsten Agenden.

 

Und so landete das Album bei einem der anerkannten Musikkritiker des Landes auf dem Reviewtisch. Auf Facebook ließ dieser schon mal vermelden dass es wohl nicht so schlecht ist wie das Video es noch vorgibt. Ulf Kubanke ich wünsche dir dabei schon mal viel Glück und ein lockeres Schreibhändchen. Wie es sich für einen Fanboy von Ulf gehört, halte ich mich erst mal zurück was das Album betrifft bzw. spare es nur auf, bis ich dann meine Kanonen auspacke und auf Musik- Elefanten anfange zu schießen. Richtig treffen tu ich so und so nicht, allenfalls piksen bei den Dumdumplatzpatronen aus dem Chinaböllersortiment.


Bevor ich es vergesse, Max spornte mich an für diesen Artikel. Er meinte, wenn ich etwas Fame haben möchte hänge dich an Ulf, subtil so wie immer. Auch den Witt sollte ich mehr erwähnen, weil der doch neben dem goldenen Reiter auch noch die Flut auf uns ausgeschüttet hat und damit doch mehr Fame erntete, als der Kah mit dem Sternenhimmel. Schön und gut, beide Künstler oder besser gesagt Lebenskünstler hatte ich beim besten Willen nicht mehr auf dem Schirm. Leute, schaut mich an, schaut euch den Anfang dieses Artikels an und dann schaut euch das Video zu den Liebesterroristen an. Nun stell ich mich da einfach rein, ich glaube ich würde nicht ein Stück auffallen. Das schüttere Haar, der etwas zu dicke Bauch, die immer dünner werdenden Beine und eine Angel kann ich auch halten. Spaß hatte ich jedenfalls.


Ich fühle mich etwas genötigt aber nicht unangenehm von Max, das musste ich nun sagen. Er ist halt jung und schön und will richtig Fame. Wie es enden kann führen die beiden, Kah und Witt, ihm ja auch zu offensichtlich vor. Dabei denke ich in Wirklichkeit, das Max seine Zeit noch vor sich hat und es doch wunderbar ist was aktuell er schon leistet, nicht nur hier. Peace und ein frohes Schaffen!!!


Gruß Stephan


P.S.: Viel lieber hätte ich nicht eine Diskussion über vergangenen oder zukünftigen Ruhm, sondern was ist mit der deutschen Musik los und ihr gesellschafts- politischem Stellenwert die sie um Zeiten der NDW noch hatte. Rio Reiser ist nun auch zwanzig Jahre am schweigen und nur sein Bruder beglückt uns mit einem frischen Buch.

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