Dienstag, 9. August 2016

Monsterhunter Teil 2

Hab sie doch nicht alle! - Pokemon Go (Künstler Edition)

Hallo Leute, der welt größe Monsterhunter hat es versprochen und so geht es mal wieder auf die Jagd. Von den 2 km Rückweg von der Kirche, wo ich das letzte Pokemon einfangen konnte, war es etwas ernüchtert, nur rosa Pokemons. Ihr wisst schon, die Mitläufer, die Unterschicht die die immer in Deckung bleiben. Diesmal trat ich vor mein Haus voller Tatendrang, nur musste ich für dieses besondere Pokemon den Ort wechseln. Also machte ich mich diesmal auf zum kleinem Flughafen meiner Stadt.

Bin im Garten, 2012-08-08-fotoflug-bremen zweiter flug 0201a, CC BY-SA 3.0

Dort angekommen wand ich mich dem nächsten Ticketschalter zu. Oh nein, eine Schlange so lang, dass ich drohte den nächsten Flieger zu versäumen. Das liegt daran, dass so viele rosa Pokemons auf der Flucht waren vor mir und so die Billigfliegertickets bei der Unterschicht sehr beliebt waren. Egal wohin, haupt sache raus. Ich begann mich zu beruhigen, vielen der rosa Pokemon waren selbst Tickets des Billigfliegers zu teuer, sie konnten sich ja nicht mal die nächste Tafel sich leisten, so dass sie auf der Stelle kehrt machten und den Flughafen wieder verließen. In der Ferne sah ich Popobeißer und Santachile durch den Haupteingang verschwinden. Nach nur 15 min Warten war ich am Ticketschalter.


Nichts da, aus dem Lautsprecher drang ein sehr lautes Alarmklingeln und eine respektable ernste Stimme sagte: "Sehr geehrte Fluggäste und rosa Pokemons, bitte rühren sie sich nicht vom Fleck. Es werden gleich 2016 Sicherheitskräfte sich Ihrer annehmen und Sie bis zu ihrem Flugbeginn begleiten. Bitte bewahren Sie Ruhe und lassen ihren Koffer nicht los. Danke für Ihr Verständnis."
Ohne zu zögern raste mir durch das Hirn: "Welchen Koffer? Ich habe nur ein Handy dabei und meine Unterhose ist auch sauber. Lasst mich endlich fliegen!"



Dann öffneten sich die Türen automatisch und herein kamen die 2016 Sicherheitskräfte, alle mit einem Geigerzähler in der rechten Hand. Jetzt wurde ich innerlich wirklich unruhig. Hier stimmt doch etwas nicht. 2016 Geigerzähler in Händen schlecht ausgebildeter Sicherheitskräfte, alle rosa Pokemon auf dem Weg zurück zu ihrer Tafel und etwa 20 potentielle Fluggäste, die ihren Koffer fest umklammert hielten. Und ich hatte nur mein Handy dabei, eine saubere Unterhose an und Pokemon Go (Künstler Edition) frisch geupdatet. Mein Handy, das Birne 12 sollte doch nicht einen undichten Atommeiler als Akku verbaut haben?


Alles nicht so wild, ich dachte mir viel zu viel. Die 2016 schlecht ausgebildeten Sicherheitakräfte stürmten an uns Fluggästen vorbei und hielten vor einem verdächtig kleinen Koffer. 2016 rechte Hände zeigten mit ihrem Geigerzähler auf diesen kleinen Koffer und es wurde still. Eine Stecknadel hätte man fallen hören können. Einer der Sicherheitskräfte trat hervor und nahm den kleinen Koffer mit seiner linken Hand hoch und schüttelte ihn. Es war immer noch nichts zu hören. Sehr kleinlaut meldete ich mich: Wann können wir endlich fliegen? Der Sicherheitsmann mit dem geschütteltem kleinem Koffer in der linken Hand, lies ihn los und zeigte mit seiner Linken Richtung Ticketschalter: "Kaufen Sie doch erst mal Ihr Ticket, wir müssen wissen wo Sie alle hin wollen."


20 Fluggäste stellten sich sehr ordentlich vor den Ticketschalter, ich war letzter in der Reihe. Nach nochmal 12 min war ich endlich dran. Ein Ticket nach Paris, bitte. Die Verkäuferin übergab es mir und sagte: "Das macht für Hin- und Rückflug 119 Euro." Ich zahlte und checkte auch sofort ein. Schnell weg hier, hier sind mir zu viele Sicherheits- irrelevante Leute unterwegs. Nachdem ich einen Platz im Flieger gefunden hatte, schaute ich mich um, der Flieger war nicht besonders voll, es sollte also ein entspannter Flug werden. Ein letztes Mal sah ich mich um, der Sicherheitsmann mit dem kleinen Koffer machte die Tür zum Flieger dicht, die linke Hand erhob er und winkte mir zu, dabei lächelte er sogar nett. Ganz so, als wenn er mir auf meiner Jagd nach diesem besonderen Pokemon Glück wünschen wolle. Auch ich musste befreit lachen. Alles wird gut, nichts war passiert.


Als der Flieger um 5 vor 12 endlich startete, waren sich fast alle sicher, dass es ruhig bleiben würde. Nachdem das Anschnallrotlicht ausging, konnte man auch sein Handy wieder anmachen. Sofort ging der Alarm von Pokemon Go (Künstler Edition) los. Das Handy Birne 12 zuckte hektisch in allen Farben des Regenbogens, was das für ein Pokemon sein sollte, gab selbst die Anleitung zum Spiel nicht her.


Da ich vermutete, dass sich ein winziges Pokemon als blinder Passagier on Board geschmuggelt hatte, stand ich auf und zeigte dem netten Sicherheitsmann mein Handy. Erschrocken stellte sich Toni vor und forderte mich auf, voraus zu gehen und das Handy in den Suchmodus zu versetzen. Der Pfeil zeigte diesmal Richtung Cockpit. Wenige Schritte noch und wir beide wären in Höhe der Cockpittür. Plötzlich ein lauter Knall, Toni warf sich auf den Boden. Ich beruhigte ihn, das sei nur die schlechte Ausbildung zum Sicherheitsmann und die schlechte Bezahlung. Sonst haben gute Leute Nerven wie Drahtseile.


Der Knall kam von Rechts, dort war die Kombüse, eine Heißlufttür war zugeflogen. Wahrscheinlich hatte sich das Pokemon nur versteckt. Also öffnete ich nach und nach alle Türen. Und richtig vermutet, hinter der dritten Klappe kam ein kleines, mit einem Regenmantel verkleidetes Pokemon zum Vorschein. Es wehrte sich hektisch, Toni und ich packten es und setzten es auf einen Notsitz. Toni zog die Ärmel des Regenmantels herunter und band es fest. Danach fragte ich das Pokemon nach seinem Namen. Hektisch, aber etwas wütend in der Stimme antwortete es: "Ich bin Wandelwichtel, eigentlich bin ich gar nicht so klein wie ich aussehe." Toni fragte nach dem kleinen Koffer, ob der ihm gehören würde und wohin es möchte? "Ja", sagte das Pokemon, Wandelwichtel wusste nicht wohin.

Benh LIEU SONG, Louvre Museum Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Als wir in Paris angekommen waren, ließen wir das Pokemon mit seinem kleinem Koffer frei. Wandelwichtel war wohl auch glücklich darüber, es spuckte aus beim Verlassen des Pariser Flughafens. Toni und ich verbrachten einen schönen Tag in Paris, besuchten den Louvre und den Eiffelturm, Pokemons waren nirgends mehr zu finden. Wandelwichtel auch nicht mehr, hatte sich wohl versteckt. So flogen Toni und ich am Abend wieder heim.

So liebe Leute, nachdem diesmal Wandelwichtel (außergewöhnlich klein und Trickreich) gejagt und gefangen wurde, müsst ihr erst mal wieder für die nötige Inspiration sorgen. Hiermit endet Teil 2 der Fortsetzungs - Geschichte. Wünsche damit allen Beteiligten und auch unbeteiligten Lesern viel Spaß, bis zum nächsten Mal.

Gruß Stephan

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