Freitag, 30. September 2016

Rocker rockt auf Jazz ab

Mama und Papa wussten es schon immer, Musik ist gut für dich.

Der Stephan hat sich mal wieder etwas vor genommen. Ein Review zu einem Jazz Album ohne Ahnung über Jazz zu haben. Erkläre mich schon für etwas wahnsinnig und so richtig bekloppt, aber das wird schon. Auf, auf gute Zeiten haben.

Good Times


So Spotify ist an und über die Hörmuscheln des Kopfhörers erklingt das neue Albums Good Times. Eigentlich würde ich gerne einen Vergleichstest des älteren 20 Euro und des neuen 180 Euro Kopfhörers machen, auch erscheint mir Good Times dafür besonders geeignet, also genau richtig alles. Bleibt im Hinterkopf versprochen und Versprechen hält man, hab ich mal gelernt (Bei meinen Eltern?).

Max u. Ulf Kubanke sitzen mit Fragezeichen vor ihren Rechnern

Ulf hat gerade die Kolumne des Jahres geliefert und Max u. ich befinden sich in einer ausufernden Diskussion zum Thema Rap/Hiphop noch gut?, gut für unsere Jugend?, Gesellschaftspolitisch wichtig etc.. Da schreib ich zum Runterkochen halt das Review. Dafür eignet sich das Album sehr gut. Meine Erwartungen/Gedanken drehten sich um ein Album von Andreas Vollenweider, was sehr häufig zum Frühstück lief bei meiner Frau u. mir als wir uns kennen und lieben gelernt haben, Behind The Gardens. Das waren auch Good Times und abgespeichert ist das als Begleitmusik die Atmosphäre, meinetwegen auch romantische Atmosphäre, unterstützt.

Die Opener Carioca u. Amanha wirken wie Vollenweiders romantische Frühstücksmusik auf mich, sie könnten sich wunderbar ein schmiegen und Stimmung unterstützen. Damit kein falscher Eindruck entsteht, ich glaube nicht das Good Times ein Fahrstuhl- (um von romantisch weg zu kommen) bzw. Frühstücksalbum ist, es ist mehr.

Scheinbar haben die Autoren in ihrer Jugend Reisen gemacht, zu wohl exotischen Orten. Diese aufregende Zeit spiegeln sich wieder in The Groove Of Love (Die Reise, heißt wohl die erste Liebe), You Must Believe In Spring (Der Frühling ihres Lebens) und Cuban Jam (Kuba, ein Traumort). Die drei Stücke sind der Mittelteil des Albums und ja es sind die aufregendsten Stücke, wie ich finde. Sie atmen eine aufregende Zeit, die bisher aufregendste Zeit? Ich weiß es nicht, aber das sie meine Fantasie so anregen spricht dafür das es so war.

Stellvertretend für den Ausklang des Albums empfehle ich Whitout A Song, Hoffnung, Traum, Erwartung werden noch einmal gebündelt in verspielten Klaviertönen und swingende Bässe bzw. Percussion geben alles. Feine Musik, Erwachsen und ihren Kinderschuhen längst entschlüpft.

Söhne

Es gibt ein Video mit dem SWR, wo der Pianist Ulf Kleinert etwas aus dem Nähkästchen plaudert. Grund sympathisch und als Appetitanreger wunderbar. Da wird auch deutlich was gute Erziehung aus Kindern machen kann. Also schaut es euch an und das Album hört euch an. Wirklich selten das aus deutschen Landen solcher Art Musik ohne irgend welche „Brässigkeit“ kommt. Viel Spaß damit!

Gruß Stephan

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