Sonntag, 23. Oktober 2016

Lassie ist wieder da! Wen rettet sie diesmal?

 
Lassie - wer kennt die Serie nicht? Eine Hündin (in Wirklichkeit waren es wohl etliche Langhaarcollies, die in der Fernsehserie eingesetzt wurden) rettet immer ein paar Menschen und das in einer fast naiv bunten, aber schönen Bergwelt in den USA. Man mag das im Nachhinein kritisch sehen, es nicht mögen deshalb, alles richtig. Man mag das auch mitverantwortlich machen für ein heutiges Bild, was man von den USA hat. Lassie tut einfach gut unterhalten, es tat es zu Zeiten der Entstehung und es tut es heute noch, wenn man so einiges an Ungereimtheiten weg blendet. Inzwischen reicht einem die reine Unterhaltung nicht mehr, wirklich viele Tierfilme werden nicht mehr gedreht. Ich werde nun ein paar Filme vorstellen, die man gesehen haben sollte in den letzten 21 Jahren, und ja, sie decken alles ab, was gute Filme fürs Kino ausmacht. Also Taschentücher bereit legen, Chips auch, Nachos und Salsasoße, Bier und Cola, wohl bekomms.


1. Ein Schweinchen Namens Babe (Australischer Familienfilm, 1995)



Man, so lang schon wieder her, kommt mir so vor als wär's gestern gewesen. Ein Film für die ganze Familie, kommt nahezu ohne Brutalität aus, auch wenn er in Australien gedreht wurde, schwingt der klassische feinsinnige englische Humor mit. Wer das mit seiner Familie nicht schaut, ist selber schuld und hat sich was entgehen lassen. Alleine ihn sich geben lohnt nicht, als Familienfilm unverzichtbar. Aus cineastischer Sicht kein Hollywoodfilmmaterial, eher europäische Einflüsse (nicht nur der Humor), sparsame Tricktechnik. Insgesamt wurden 48 Ferkel ausgebildet für die Hauptrolle. Diese durften nicht geschlachtet werden, was James Cromwell (männlicher Hautdarsteller) wohl zum Veganer machte. Verbreitet eine frohe Botschaft.


2. Seabiscuit – Mit dem Willen zum Erfolg (USA, biografisches Drama, 2003/2004)




Klassisches Drama, das man sich auch in der 20igsten Wiederholung geben kann. Eine Geschichte, die das Leben schrieb und natürlich hollywoodlike bombastisch in Szene gesetzt wurde. Man sieht dem Film sein Budget an, Blockbuster, aber es stört mich nicht. Das Pferd kommt nicht zu kurz, die Story ist ein „Must Have“. Tränenreich, tolle Schauspieler, schöne Schauspieler. Pferderennsport mag man kritisch sehen, wenn man es leidenschaftlich betrachtet ist es wie überall im Leben, man erkennt die Wahrheiten oder Weisheiten von allein. Sieben Oscar-Nominierungen sprechen für sich, dass er keinen gewann ebenfalls. Der einzige Film, dessen Ende ich mir immer mal wieder anschaue und hier auch verlinke. Spoileralarm, eigentlich. Verbreitet eine, von der Bedeutung fürs Leben, sehr wichtige Botschaft.






3. Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft (USA, biografisches Drama, 2009)




Wieder eine wahre Story. Bin in den Film eher durch Zufall, meine Tochter wollte an dem Abend unbedingt mit ihrem Vater ins Kino und es lief nichts anderes. Ok, Richard Gere kommt auch bei Töchtern immer noch an. Empfehlung: einen Berg Taschentücher bereit legen, ihr werdet sie wirklich brauchen. Das ist mir vorher und auch hinterher nie wieder passiert, die letzte halbe Stunde haben sich die ca. 20 Kinogäste alle in ihre Sessel gedrückt und Bäche an Tränen vergossen. Unglaublich, fast surreal in der Rückschau. Kann ihn mir heute nicht mehr anschauen, nicht weil er so schlecht war, nein, weil er Kino im allerbesten Sinne ist und die Emotionen rüber bringt, wie es nur Kino transportieren kann. Wenn die Möglichkeit sich ergibt, auf möglichst großer Projektionsfläche (Beamer) schauen.

So drei Tierfilme nur, ich hätte noch ein paar auf Lager, die aber alle nicht so gelungen sind wie die oberen drei. Man mag zu Tierfilmen stehen wie man will, Stunts/Tricks mit Tieren ablehnen, der Kontext, dass insbesondere Haustiere, domestizierte Tiere zu unseren wichtigsten Begleitern zählen, der ist einfach da. Als Fleischesser lass ich mich auch nicht beschimpfen oder diskreditieren, schon gar nicht durch Tierfilme, die wirklich gut gemacht sind. Nein der Lebenshunger, den wirklich gute Filme vermitteln können, ist einfach unstillbar. 

Gruß Stephan





 

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