Samstag, 19. August 2017

Wilson Go Pop - To The Bone - Blamiert sich Steven bis auf die Knochen?

To The Bone (2017) Review

Schaut man sich die Trackliste an und dann die Länge der Stücke, ist genau eines voll Radio kompatibel, nämlich Permanating, Track 6 von 11. Mit genau 3:35 min, hat es wirklich gute Chancen im Radio voll ausgespielt zu werden. Blank Tapes (Stück 7) mit 2:09 min ist eine Ballade, die nicht als reines Popstück durch gehen kann, weil sie als Duett gesungen, nicht Radioballaden üblich ist. Alle anderen 9 Stücke, liegen teils deutlich über 4 min und fallen damit raus, das Kriterium für belanglose Popmusik zu erfüllen.




An alle Wilson Fans gerichtet, macht euch keinen Kopf, Wilson verlässt mit diesem Album keine gut eingelaufene Pfade, sondern wird neue Wege und Hörgewohnheiten auftun. Bei mir hat er mal wieder alles nieder gerissen, was ich so nicht erwartet habe. Nur weil es eingängiger wird und man teils mit seinem Fuß mit wippt, eventuell den einen oder anderen Refrain nach dreimaligem Hören mitsingt, hat Wilson nicht weniger Anspruch an den Hörer gestellt. Nach wie vor gilt, jedes Stück spannend wie eine kleine Geschichte, der Meister will sich nur breiter positionieren. Was ihm vortrefflich gelingt!




Das gelingt ihm vor allem durch eine tolle Gitarrenarbeit. To The Bone, Nowhere Now, Pariah und Refuge (ein Mundharmonika Solo macht das Stück zu was besonderem) stehen dafür, Riffs und Solis genauso intensiv und passend wie Regret#9 von Hand Cannot Erase, zu beinhalten. Nackenhaare lassen grüßen! The Same Asylum As Before, hat auch eine tolle Gitarre, herausragend macht das Stück erst die gigantische Rhythmusabteilung, der Bass + Schlagzeug im Mittelteil, die sich fast überschlagen und dann von der Gitarre eingefangen werden, ganz groß. 




Den klassischen Steven Wilson, findet man dann im letzten Drittel wieder. Angefangen mit People Who Eat Darkness (die Rhytmusinstrumente ragen hier raus), über Song Of I (was fast biografisch gemeint sein könnte) hinein in den Prog - Gozilla Detonation, finden kumuliert nochmal alle Einzelteile statt und ergeben einen kompletteren Wilson, als jemals zuvor.




Unbedingt erwähnt werden muss, das Wilson wieder etliche sehr gute Solokünstler um sich scharrt. Sophie Hunger (als Gast in Song Of I) und Ninet Tayeb, die die meisten weiblichen Gesangparts übernimmt, tragen viel zu der Stimmung des Albums bei. 

Nehme ich den Rausschmeißer Song Of Unborn als Aufforderung nicht zurück zu schauen, Vergangenes mit zu nehmen, aber immer nach neuen Ufern Ausschau zu halten, dann ist das sicher optimistischste Album, Steven Wilson, mehr als gelungen. Ich lehne mich wahrscheinlich nicht weit aus dem Fenster, das nach seinem Meisterwerk Hand Cannot Erase (2015), er hier noch eine Schippe drauf legt. Gerade weil das vorliegende Album kein Konzept beinhaltet, sondern nur geile Musik sein soll und ist (wie oben schon geschrieben, ohne seinen eigene Ansprüche zu verraten). Man kann nur hoffen, das er mit der Öffnung zu eingehender Songstruktur, ein größeres Publikum erreicht und er live demnächst die Bestuhlung weg lässt. 2018 werde ich mir definitiv wieder einen Wilson live geben und tanzen, egal was Steven davon hält.

5/5 - Progpop (jetzt erfindet Wilson auch noch gleich ein neues Genre) Album des Jahres 

 
P.S.: Ach quatsch, der lädt mich ein auf seine Bühne und tanzt mit mir zusammen, zu seiner Musik! So schön getanzt hat Wilson noch nie.

Dienstag, 15. August 2017

Fünf Alben aus dreißig Songs - Ausgabe 42

Musikalische Schwergewichte alle diesmal, wenn auch mit unterschiedlicher Gewichtung, viel Spaß!

Mix der Woche Spotify (14. 08. 2017)

Nach dem Klicken sollte der Webplayer auf gehen, dort sich einfach bei Spotify anmelden mit eurem Account und ihr könnte die komplette Liste sehen und euch anhören.

Blondie – Pollinator (2017)




Immer wenn Blondie ein neues Album machen, muss ich an ein zwei One Hit Wonder denken. Von 1976 bis 1982 war Debbie Harry und ihre Band richtig angesagt. Hits wie Heart Of Glass oder One Way Or Another sprangen dabei raus. Aber was passierte seit dem? Scheint zu reichen, der Ruf einer One Hit Wonder Legende? Ein Song taugt auch diesmal was, Fragments, der Rausschmeißer ist richtig toll. Nur das reicht nicht für weitere 35 Jahre! 2/5 One Hit Wonder Legenden Extra Point


Boomtown Rats – V Deep (1982)


 

Bob Geldof versuchte sich 82 in der Verfilmung von Pink Floyds Wall als Pink und wusste wahrscheinlich noch nicht das V Deep, das vorletzte Album seiner Rats sein würde. Als er 85 Live Aid organisierte, war es um die Band geschehen. V Deep ist inzwischen vergessen, Mister Band Aid möchte 2017 nochmal mit den Rats neu durch starten und kündigt an, das 26 neue Songs eingespielt wurden. 3/5 Weil ich die Stimme von Bob wirklich mag – Wertung


Kate Bush – Aerial (2005)




Nun kommt ein richtiges Schwergewicht, nein Kate ist eher eine zierliche Person, ich mein das im übertragenen Sinne. Egal welches Album und mit welchen Abständen dazwischen, wenn Kate neue Musik vorstellt, dann ist das ein Ereignis. Der weibliche Bowie, gemixt mit einem natürlichem Verständnis für gute Musik. 42:01 min auf der zweiten CD muss man sich auch erst mal trauen, als ein Stück (An Endless Sky Of Honey), was nicht langweilt. 5/5 Schwergewicht Legenden Wertung


Bob Dylan – Bob Dylan´s Greatest Hits (1967)




Noch so ein musikalisches Schwergewicht, diesmal männlich und eher hager. Das 67 sich Bob sich die erste Greatest Hits gönnte, spricht wohl Bände. Nuschelte er damals noch relativ überschaubar, das er ein Ausnahmemusiker ist und bleib über nun 57 Jahre, war nicht absehbar. Guter Einstieg um die ersten Hits wieder mal zu hören, der junge Bob auch mal schön. 5/5 Schwergewicht Legenden Wertung


Electric Light Orchestra – Eldorado (1974)




Jeff Lynne konnte ich 74 nicht richtig ernst nehmen, irgendwie alles zu fett aufgetragen. Erst als er und Bandkollegen poprockiger und noch fetter wurden und bei Schulfreunden hoch und runter gespielt wurden, fand ich ELO auch toll. Eldorado gab ein paar Andeutungen wo die Reise hin ging, auch wenn Titel wie Mr. Blue Sky oder das wunderbare Telephone Line, noch ein Stück weit weg waren. 3/5 Skip Wertung


Gruß Stephan


 

Donnerstag, 10. August 2017

De/Vision - World Without End (1994) Review

 Bildergebnis für world without end de/vision

Funkenschleudernde Lavafontänen ragen wie gleißende Leuchtfeuer in den schattig geschwärzten Nachthimmel. Gewaltig und impulsiv bebildert dieses smaragdrote Naturschauspiel einen urtiefen Ausbruch gebündelter Energien. Nach Jahren der Demobänder und Compilationsbeiträgen debütierte Anfang 1994 der erste offizielle Langspieler De/Vision's (zwichenzeitlich hatte Gründungsmitglied Stefan Blender die Gruppierung verlassen) und wie schon das lodernde Coverbildnis seine fiebrige Aufwartung beim gespannten Hörer machen durfte, brennen sich in der Folge die Zehn ausgesuchten Stücke des Albums in die tänzelnd berauschten Gehörgänge ein.

"Dinner Without Grace" entführt zugleich in verschlungene, katakombenartige Gangsysteme, deren graumelierte Wandfassaden als stummes Geleit für die drückend-hämmernde Songstruktur nebst nebulös harrender Melodik und hypnotischen Gesang Steffen Keths dienen, die sich wie ein weißer Wurm durch die engumschlungene Struktur des bröckelnden Gemäuers quetschen, während an der Erdoberfläche wallende Nebelbänke über verkrallte Baumverästelungen gleiten und das bläuliche Mondlicht sanft filtern. Doch schon im nächsten Stück wähnt man sich urplötzlich in einem gut gepolsterten Zugabteil auf der Fahrt durch sommerliche Idylle ("Your Hands On My Skin"). Wohltemperierte Brisen hauchen über sich biegende Lichtungspfade, orangeleuchtende Sonnentupfer tauchen die Umgebung in wärmende Farbtöne und die poesievolle Landschaft zieht an einem vorbei. Zeit zum sinnieren ob der Schönheit des Moments, der gesammelten Augenblicke und eigener Verdrängungsmechanismen? Und die Bilder werder kraftvoller.  

"Slum Child" verzückt mit mediteranen Soundwellen und scharf gezackten Drumsets, lädt ein zur Reise in opulent ausstaffierte Fischerdörfer mit kunstvoll verzierten Erkern, Zinnen und Bögen, bis hin zum geheimnisumwitternden Höhlenheiligtum in der brausenden Meeresbucht. Doch auch auf sonnendurchflutende Momentaufnahmen folgt nocturnale Schwere. In "Perfect Mind" erlebt man tönernde Synthwogen, seelenzerfarsernd wabernd und eins mit schattengleich-wohligen Gesangslinien.

 Das offerierte Nachtgemälde dehnt sich nun aus. Hohlwangige Ruinenformationen umgeben von kauerndem Buschwerk bilden einen schweigenden Kreis aus schwermütigen Verschwörern, zerfallene Fensteröffnungen blicken wie leere Augenhöhlen in die Stille. Nach tragendem, gar sakralem Beginn mit bleiernen Klavieranschlägen verkommt "Time Stands Still (Tonight)" ab der Hälfte zum sphärisch gehauchten Erlebnisstrudel, der mit soghafter Würde umklammert und an pittoresk-verwunschenen Heckenlabyrinthen und erhabenen Brunnenbauten vorbeiführt. "The Way You Treat Me", der nächste Track im mentalen Schattententempel, verbindet stoisches Schlagzeugwerk und beschwörenden Gesang mit dem Ausbruch aus dem schwarzen Zimmer der Zweifelsucht. Gen Ende gesellen sich geisterhafte Chöre in diese garstig erotische Zwischenwelt aus monotonen Drumstößen und unnahbar betörenden Charisma und vollenden den gewagten Sprung aus dem Zwiespalt hin zum soundstrukturell ähnlich gelagerten "To Be With You". Das Stück garantiert mit markig gesetzten Basssätzen und dynamisch ausgefeilten Streichern den direkten Zugang zu neblig verspiegelten Tanzflächen.

"Falling" wandelt auf anderen Pfaden dieses Dämmerkönigreichs. Eine ebenso mysteriös- wie einnehmende Melodie die von Verhängnis und Klagelauten erzählt ist zentraler Bestandteil des gemächlich rauschhaften Songs, der in sturmumwölkten Nachtpassagen seine undurchdringliche Melancholie wie ein tiefschwarzer Schemen auf moosbewachsene Hügel legt. Ganz in der Nähe dann die sinistren Umrisse eines dunklen Gruftgewölbes, spärlich durch brennende Fackelreihen in unwirkliche Zerrbilder zerpflückt, unbändiger Wind zerrt am verwitterten Eingangstor, überwucherte Fassadenteile, an denen sich unwirkliche Silhouetten in unersichtliche Ecken drücken. Sie alle bilden das Grundgerüst des instrumentalen "The Day Before Yesterday" und suhlen sich in erquickendem Dunkelglanz. Das mattfarbene Bühnenbild ist also bereitet für ein kolossales Finale dieser tosend-melodischen Tour durch die akustische Düsternis.

"Try To Forget" startet dann dort ,wo das Album angefangen hat und macht es doch ganz anders. Sich in epochal-elektrisierter Schauerromantik labend, melidiös veredelt in treibend ausgeführter Rhythmik und mustergültigem Pacing setzt der Track ein letztes Ausrufezeichen unter ein beispiellos packendes Debut, das überraschend routiniert serviert wird.

Aus den flirrendem Ascheregen der Lavaströme formieren die aschigen Lettern "Unversed in Love".

9/10



Dienstag, 8. August 2017

Fünf Alben aus dreißig Songs - Ausgabe 41


Fleißig steuert die Liste auf 50 Ausgaben zu, hoffe ich kann meine Motivation bis dahin noch oben halten. Das aktuelle Angebot an tollen Alben, macht es mir aber nicht schwer. Habt also Spaß!

 

Mix der Woche Spotify (07. 08. 2017)

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The Flaming Lips - Transmissions from the Satellite Heart (1993)




Bühne ist alles. So oder ähnlich kann man die Flaming Lips Mitte der 90er Jahre beschreiben. Nicht nur das der progressive Indie den sie spielen, nicht schon anstrengend genug war, es mussten gleich auch brennende Bühnen und Nebelmaschinen sein, die den Saal so vernebelten das niemand mehr etwas sah. Das die Musik dabei nicht zu kurz kam, zeigt ihr sechstes Studioalbum recht gut auf. 4/5 Skip Wertung



J. J. Cale – Troubadour (1976)




Cale ist vielen in DE ausschließlich durch seinen Hit Cocaine bekannt, dabei war Cale ein hervorragender Musiker der z.b. Eric Clapton maßgeblich mit beeinflusste. Sein ruhiger und lakonischer Vortrag, prägte einen eigenen Stil, den Laid Back Stil (zurücklehnen, entspannen). Mir gefiel das immer gut. Hab leider nichts davon mitbekommen, das er 2013 verstarb. 5/5 Unvergessen Wertung



Jimmi Page & Robert Plant - No Quarter (1994)




Ein Album für die einsame Insel. Page und Plant, halb Led Zeppelin spielten 94 richtig groß auf und interpretierten ihre eigenen Stücke so, wie man sie vorher nie gehört hat. Nicht das Led Zeppelin mit ihrem gesamt Katalog, schon völlig außerhalb irgendwelcher Zeit, waren. Hier wird gejamt das kein Auge mehr trocken bleibt. Pflichtveranstaltung! 5/5 Hin und weg Wertung



Judas Priest – Sad Wings Of Destiny (1976)




Erst die zweite Scheibe von JP und die zeigte ganz klar in Richtung Heavy Metal. The Ripper z.b. ist für mich immer noch einer der besten Songs des Genres. Und wer Rob Halford mit seiner Stimme nicht wieder erkennt, unter sagen wir mal 100 anderen Rocksängern, der hat im Heavy Metal eh nichts verloren. 4/5 Aaaahhhhhaaa- Scream Wertung



Ronnie Wood - I’ve Got My Own Album To Do (1974)




Ronnie hielt sich bei den Stones, nach meinem Empfinden, immer etwas im Hintergrund. Wie wichtig er für die Stones war und ist, zeigt sein erstes Studioalbum schön auf. Auch in  der Hinsicht das er aktuell durch die Gazetten streift, mit seiner Krebserkrankung, unbedingt rein hören. Ronnie, mach bitte noch ein paar Jahre! 4/5 Skip Wertung

Gruß Stephan

Dienstag, 1. August 2017

Fünf Alben aus dreißig Songs - Ausgabe 40

So das ist Ausgabe 40, habt Spaß damit.

 

Mix der Woche Spotify (31. 07. 2017)

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Genesis - In Hiding (Single) (1967)



Eines der ersten Stücke, die bei mir von Genesis einen bleibenden Eindruck machten. Der Chorgesang gibt einem Rockstück eine neue Perspektive, hat mich beeindruckt. Das dazugehörende Album From Genesis to Revelation hingegen weniger. Noch nicht der Durchbruch, als eine der bestimmenden Progrocktruppen der 70er, In Hiding zeigte aber das Potential auf. Keine Wertung da Single




The Saints - Know Your Product – The Best of... (1996)





Letzte Woche wies mich Ulf Kubanke noch auf die Truppe hin. Diese Best Of gibt einen guten Überblick über die Musik und der Titel Know Your Product, kann fast Gesellschafts kritisch interpretiert werden, was Punk oft ja auch war/ist. Selten, das bei einer Best Of das auffällt. 4/5 Skip Wertung


Jack White – Battle Cry (2017) (Single)




Nur 2:31 min genügen mir, um mich in der Überzeugung zu verstärken, das wir mit Jack White mit dem nächsten Giganten am Rockgitarrenhimmel zu tun haben. Ein einfacher Rythmusriff, der sich wie eine Symphonie breit ausbreitet und schmerzhaft am Ende in den Ohren endet. Gigantisch! Keine Wertung da Single



Leonard Cohen – More Best Of (1988)




Noch eine Best Of, nun ich möchte nochmal an das viel zu frühe Dahinscheiden erinnern, dieses Ausnahmemusikers, dazu eignet sich eine gelungene Best Of immer. Für alle die nach einem Geschenk suchen oder die ihn halt nicht so gut kennen, auch ein guter Anfang um Cohen sich näher zu bringen. Pflichtbesuch! 5/5 Erinnerungs- Wertung


Marianne Faithful – Broken English (1979)



Mein Gott, hab ich auf Marianne, wegen dieses Albums gestanden. Eine Stimme, die so perfekt zerbrechlich abgefuckt klingt. Das da, eine fast tragische Geschichte hinter steckt, erfuhr ich erst später. Das Album, bereitete einer der wichtigsten Stimmen, den Weg ins Pop/Rock Geschäft. Vielen Dank Marianne dafür! 5/5 Will sie heiraten Wertung

Gruß Stephan

Montag, 31. Juli 2017

Geh sterben Stein: Queen - Hot Space

Du schwule geile Sau, ja klar las ich mich von dir ficken, komm her und gib´s mir. 

Einen winzigen Moment zögerte ich mit dem oben stehenden Satz, dann war klar das er einfach nur zutrifft, auf das Album, was hier nun besprochen wird. Hot Space ist Pornografie pur, aber kein Porno der irgendwie hinreichend an das Gesamtwerk von Queen heran reicht. Der Queen Pornofilm war nämlich einfach nur so dick wie es geht aufgetragen und feierte das Leben, kein Schmuddelfilm aus irgend einem Sexshop.

Queen die Pornokönige des Glamrocks der 70er und auch noch in Teilen der 80er Jahre, waren 1982 am Ende. Am Ende mit ihrer erfolgreichsten Schaffensphase, irgendwie klingt vieles auf Hot Space wie in die Instrumente gefickt und das Gleitgel wurde auch noch vergessen, aua. Freddie hörte man es sogar körperlich an und als Fan seiner Stimme voller Leidenschaft, litt man mit. John Holmes (der ausdauerndste Pornodarsteller seiner Zeit, genau wie Freddie, steckte er sich damals mit Aids an) war zu dem Zeitpunkt auch nur noch halb gut unterwegs, den kleinen Seitenhieb konnte ich mir nicht verkneifen, sorry Freddie, Rest In Peace.

Rückblickend betrachtet, war mit The Game (1980) der kommerzielle Abschluss (mit der Tour und The Game verdiente Queen erstmals Geld, laut eigener Aussage) gelungen. Ich glaube in den 2 Jahren bis Hot Space, ist mit dem vielen auf Tour sein und dem unsäglichen Soundtrack zu Flash Gorden (1980), eine kreative Erschöpfung einher gegangen. Dazu kommt der Synthesizer (den Queen erstmals auf einem Album einsetzten) und die damals aufkommenden ersten digitalen Schlagzeuge, die wie ein Vibrator zur Selbstbefriedigung eingesetzt wurden und man begegnete David Bowie, dazu aber später mehr.




Freunde der gepflegten Unterhaltungsmusik, ganz so schlimm wie sich der obere Teil dieses Reviews anhört, wird es dann doch nicht. Ich lege die Scheibe also auf und Staying Power erklingt, nein fickt sich in meine Ohren. Was haben die mit der Gitarre von Brian May gemacht, soll das Funk sein? Ok der ist noch am testen, ob Funk nun auch geht. Anstatt es aber wie bei Crazy Little Think Called Love (von The Game) richtig retro klingen zu lassen, das Plastikdrumkit und die blöden Bläser verficken den gesamten Song. Erbärmlich! Ja Freddie, ich glaube dir, als du "Staying" mehrmals hintereinander singst, deiner steht einmalig, eine wahre Pracht. Mit Dancer und Back Chat wird es auch nicht wesentlich besser, der Schmuddelfilm läuft ab. Dann Body Language (die zweite Singleauskopplung), da möchte man Freddie und Bandkollegen am liebsten zurufen, nun aber die letzten Hüllen wirklich fallen lassen. Jahrzehnte später zeigte dann Rammsteins Pussyvideo, wie man öffentlich ficken, zu Kunst erheben kann. Ok das kannten die Jungs damals noch nicht. Fair bleiben, Stephan.




Action This Day erschallt und ja so langsam denke ich, das könnte sich gerade noch so retten. Nicht dass das Plastikdrumkit besser klingt, die Songstruktur ist ok, bis zu dem Teil wo der Synthesizer sich an Mike Oldfield Sounds für Arme versucht. Put Out The Fire und der letzte macht nun bitte das Licht aus. Nein? Scheiße! Im Oktober 1980 wurde John Lennon erschossen, es ehrt Queen das sie ihm auf Hot Space einen Song widmen. Life Is Real, ist trotzdem nur eine durchschnittliche Nummer, aber das hat schon fast herausragenden Charakter auf dem Album.



 
Da hilft es auch nichts mehr, das man die Mädels herbei rief mit Calling All Girls, der Schmuddelfilm war im Kasten. Freddie schmetterte noch hilflos den Julio Iglesias Song Las Palabras Del Amore (The Words Of Love) (nein Julio hat den nicht geschrieben oder gesungen, hätte er aber können) und eine funkie Gitarre beschwört eine Cool Cat (Katzen waren Freddies Lieblingstiere), das war es.

Den schlimmen Teil haben wir nun hinter uns, ich atme durch, also spazieren gehen in Montreux, wo Queen damals ihr Studio hatten. Nun David Bowie lief da auch gerade durch die Gegend. Welch ein Zufall. Jedenfalls sprach Bowie Queen an, ob sie nicht mal zusammen was machen können oder umgekehrt, das ist eigentlich egel. Es gibt Interviews zu den Aufnahmen, mit beiden beteiligten Parteien, da konnte man heraus hören, das Freddie und Bowie wohl beide regelrechte Alpha Tiere gewesen sind und die Aufnahme zu Under Pressure sich gelinde gesagt, als schwieriger als gedacht heraus stellten. Ob der Titelname daher kommt vermag ich nicht zu sagen, wundern würde es mich nicht. Trotzdem wurde Under Pressure ein Welthit und tauchte regelmäßig im Lineup von sowohl Queen wie auch Bowie auf. Eigentlich, wenn man die beiden Stimmen beim Duo Freddie/Bowie mal vergleicht, war Bowie besser in Form. Das Falsett von Freddie brach zwar nicht weg, die tiefere Stimme von Bowie passte besser zu der Stimmung des Songs.




Was bleibt hängen, was bleibt? Under Pressure, würde heute als Vorabauskopplung erscheinen und genau wie damals neugierig machen auf das kommende Album. Damals erschien es aber auf einer Single und die legte ich mir zu. Die B - Seite beinhaltete den Song Soul Brother, ob das sich auf Bowie bezieht glaub ich nicht, wenn doch ist das ein schöner Gedanke. Soul Brother war nochmal Queen in Hochform (das Gitarrensolo am Ende garantiert Standing Ovationen bei meinen Nackenhaaren) und könnte eventuell versöhnen mit dem Album. Den Soul Brother bewies, das Queen dass Song schreiben nicht verlernt hatten




Leider hat der Song es auf das eigentliche Album nicht geschafft und so bleiben zu 90 % zerfickte Ohren. 2 Jahre später polarisierten Queen mit The Works (1984) ähnlich. Die Queen Gemeinde wurde mit Hot Space gespalten. Doch hatten sie Giorgio Moroder für Radio Ga Ga als Produzenten mit an Board. Es ging also wieder aufwärts. Die Erfolgsgeschichte von Queen war mit Hot Space an einem Tiefpunkt angelangt, die wirklich großen Künstler erholen sich von so was. Live, ermöglichte Hot Space bzw. die Ausrichtung hin zu poppigen Sounds, ganz andere Möglichkeiten, es war also nicht alles schlecht. Ach ja, meinen Ohren geht es inzwischen deutlich besser.


Die Hot Space (2011 Deluxe Edition Remastered) Version beinhaltet unter anderem auch Soul Brother und die Live Version von Staying Power. Für echte Queen Fans, allein schon deswegen ein Grund, sich das Album wieder zu zulegen. Allen anderen zeigt das Album auch heute noch auf, welche Irrungen und Wirrungen mit negativen Stress, selbst bei den ganz Großen, für Auswirkung haben können auf eine Plattenproduktion. Für Puristen wie mich, tut es natürlich nur die Single, alles andere kann weg.

Gruß Stephan

P.S.: Auf der Works Tour 1984 durfte ich Queen erstmals live erleben (2 Tage nach meinem 18 Geburtstag), 5 m von der Bühne weg konnte ich Freddie u.a. in den Schritt schauen (die Riesentitten aus Plastik, die Freddie bei I Want T o Back Free trug, schocken mich heute noch), Freddie war derart elektrisierend, die Dortmunder Westfalen Halle war am toben. Hätte Freddie mich damals in den Backstage Bereich irgend wie mit genommen, ich wäre heute sicher schwul. Schade eigentlich!


 

Tatsächlich eine Fingerübung, Riesentitten wachsen mir.

Donnerstag, 27. Juli 2017

Das schlechteste Album einer bedeutenden Pop/Rock Band o. Einzelkünstlers, neue Kolumne!

Bei Laut.de hab ich die Kategorie angesprochen, scheint dort nicht auf sonderliches Interesse zu stoßen. Also mach ich es selber. Hier exklusiv im Blog und schauen was daraus wird.





Vorankündigung, bis nächste Woche schreib ich das erste Review für die neue Kolumne. Das teil ich auch nur mit, um mich selbst in Zugzwang zu setzen, freut euch also.

Einen Titel für die neue Kolumne muss ich mir noch einfallen lassen, bitte um Vorschläge, für fast alles offen, außer R.I.P. Schilder. Hier kommen nur Alben rein die wirklich Schrott sind. Keine Diskussion darüber was Schrott ist, das hört man oder lässt es. Auch Albenvorschläge werden entgegen genommen.



Gruß Stephan

Dienstag, 25. Juli 2017

Fünf Alben aus dreißig Songs - Ausgabe 39

 

Diese Woche etwas spät, hatte auch viel zu verarbeiten an Ereignissen die mit einem rasanten Tempo am Wochenende alle zusammen kamen. Bitte also um Nachsicht, das es Dienstagabend werden sollte.

Mix der Woche Spotify (24. 07. 2017)

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Paul Weller – A Kind Revolution (Deluxe) (2017)




Ich tu dem Paul sicherlich Unrecht, das er für mich 10 Jahre min. einfach so verschwindet und dann durch ein frisches Album nur eine kurze Spanne der Aufmerksamkeit erfährt. Einmal die klassische Genreline bitte, also Funk, Soul, Jazz und abgerundet mit einer Prise Rock. Als Musikfan, verspreche ich nun nicht wieder 10 Jahre, nicht hin zu hören. 4/5 Skip Wertung


CAN – Anthology (Remastered Version) (1994)




Viele Bands der 70er bis heute nennen CAN einen ihrer Einflüsse. CAN selbst kann man nicht einfach einordnen, alles sehr experimentell und kreativ. Die Anthology eignet sich hervorragend um sich einen Überblick über ihre Arbeit zu machen. In der Remastered Version auch klang technisch ein guter Einstieg in die Klangwelten von CAN. 4/5 Skip Wertung


The Church – Another Century (Single) (2017)




Noch eine Truppe, diesmal aus Australien, die ich vor schon langer Zeit auf dem Schirm hatte und dann wieder vergessen habe. Ob es am Stilwechsel vom Punk/New Wave zu Psychedelic Rock gelegen hat, vermag ich nicht mehr zu sagen. Die aktuelle Single gefällt mir jedenfalls ganz gut. Technisch ein gutes Niveau, eher ruhig und besinnlich, wie ja auch schon der Titel Another Century andeutet. Keine Wertung, da Single


Fisher-Z - Buildings Brigdes (2017)




Na, ganz so schlimm ist es ja doch nicht. Selbstverständlich kommt Fischer-Z Anno 2017 nicht mehr an Fischer-Z 80/81 heran. So Wave - Gassenhauer wie So Long, Marliese u. The Worker sind einfach nicht mehr zu toppen. Nach dem betulichen Damaskus Disco, reist das wuchtige Easy Money eventuell bestehende Gehörhindernisse ein. Zu einem Satz al a, dass der Brückenschlag von 1980 bis 2017 gelingt, mag ich allein wegen der mächtigen Erinnerungen, mich nicht hin reißen lassen. 3/5 Skip Wertung


Jeff Buckley – You And I (Extendet Edition) (2016)




Über Jeff Buckley´s tragisches Ende, sind alle Worte gesagt, also komm ich gleich zum guten Teil. Für You And I fanden die Aufnahmen im Jahr 1993 nicht nur für Jeff Buckley statt, es waren mit seine ersten Studioaufnahmen. Auch so Größen wie Dylon, Led Zeppelin u. The Smith fanden sich im Studio ein und warfen ihren Hut für diese wunderbare Soul and Blues Scheibe in den Ring. Das sie erst 2016 veröffentlicht wurde und damit uns Hörer so lange vorenthalten wurde, verstehe ich nicht ganz. 5/5 Skip Wertung

Gruß Stephan

Montag, 17. Juli 2017

Fünf Alben aus dreißig Songs - Ausgabe 38

Diese Woche spare ich mir das Vorwort, es ist ein kleines privates Unglück passiert und deshalb viel mir die Liste diese Woche schwer.

 

Mix der Woche Spotify (17. 07. 2017)

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Elvis Castello - Mighty Like A Rose (1991)




Eigentlich schon fast vergessen, obwohl Ende der 80er auf dem Weg zu den ganz Großen, auf zu schließen. Hier ist immerhin Sir Paul McCartney mit zwei Songs (So Like Candy u. Playboy To A Man) dabei. Der direkte Vorgänger Spike (1989) hatte noch die Erfolgssingle Veronica (ebenfalls mit Paul zusammen komponiert). Diesmal leider kein solcher Hit dabei. Eventuell ein Grund, warum man Elvis nicht mehr so auf dem Schirm hat? 3/5 Skip Wertung



Far John Misty - Pure Comedy (2017)




Der muss doch verrückt sein! 2016 bricht er Konzerte ab und bietet anschließend dem Publikum Ergüsse über die Musikindustrie und wie verlogen das ganze ist. Mit dem vorliegenden Album, gießt er diese Ergüsse und darüber hinaus, in feinste Singer/Songwriter Gebete. Bin mir noch nicht ganz sicher, schon eine Menge böse Ironie, aber eigentlich gefällt mir so was, vor allem wenn es in solch eine musikalische Zuckerwatte gepackt ist. 5/5 Fuck All und verkauf es als Liebe Wertung



Algiers - The Underside Of Power (2017)




Nun wird es aber ernst! Ja das Anliegen, dass die aktuelle Spaßgesellschaft eigentlich eine verlogene Rasselbande ist und man doch irgendwie dazu gehört. Gehört definitiv ernsthaft auf bereitet und unters Volk gebracht. Ganz solche Abgründe tun sich für mich nicht unbedingt auf, aber die Düsternis die hier musikalisch zwischen Heavy Rock und Gothik schwankt, kann einen schon mitreißen. Als wenn es kein Morgen mehr gibt! 4/5 Bang The Skull Wertung



Morphine - Yes (1995)




Der Vorgänger Cure For Pain hatte wirklich heilende Wirkung, nämlich das Rock ohne E-Gitarre funktioniert. Mit Yes setzt sich das fort, nicht mehr ganz so lässig zelebriert und noch mehr Jazzelemente, um sich aus zu probieren. Das macht das ganze weniger schmissig, aber keineswegs schlecht. Im Gegenteil, wenn man sich drauf einlässt, öffnet man nicht nur die Ohren für Töne abseits des Mainstreams. 4/5 Lass den Jazz ins Ohr Wertung



Brandi Carlili - The Story & Cover Stories (2007)




Wunderbares Album von Brandi. 2017 neu aufgelegt, mit dem Titel Cover Stories. Unter etlichen anderen Künstlern sind Dolly Parton, Adele u. Pearl Jam zu erwähnen, die die Titel interpretieren. Die Einnahmen gehen an die Organisation „ War Child“, die sich um Kinder aus Kriegsgebieten kümmern. 5/5 Gegen den Krieg, schützt unsere Kinder Wertung

Gruß Stephan

Dienstag, 11. Juli 2017

Fünf Alben aus dreißig Songs - Ausgabe 37

Manchmal sieht man am Wegesrand eine schöne Blume und möchte sie pflücken. Man weiß genau, wie beim Klatschmohn, das sie ihre Blüte verliert, wenn man das tut. Wenn doch dieser Drang nicht wäre, sie ist einfach schön. Sobald man diesen Gedanken hat, lässt man die Blume lieber unberührt und widmet sich wieder seiner Liste. Deshalb hat es ein bisschen gedauert, entschuldigt bitte.

Mix der Woche Spotify (10. 07. 2017)

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Todd Rundgren - White Knight (2017) 

 

 

Ein Name der einem irgendwie immer über den Weg läuft, so richtig verbinden tut man mit dem Multi- Instrumentalisten aber nicht viel, erst mal. Meat Loaf - Bat Out Of Heel hat er produziert und die Leadgitarre selbst gespielt. Der weiße Ritter ist wie der Vorgänger eine Mischung aus Progpop und Worldmusik, viele bekannte Gastmusiker. 4/5 Skip Wertung

 

Lou Reed - Magic And Lose (U.S. Version) (1992) 

 


Das Album war wohl sein erfolgreichstes (Chart Peak 6), im Mutterland (UK) des Rock/Pop. Darüber hinaus ist Lou eine so schillernde Singer/Songwriter Persönlichkeit, das man eigentlich nicht viel über ihn erzählen muss. Ok, die Zusammenarbeit mit Metallica an Lulu hätte er sich sparen können, bevor er verstarb (2013), im Rockhimmel hätte er allenfalls den lieben Gott erschreckt. 4/5 Skip Wertung

 

Neil Young - Bluenote Cafe (2015) 

 

 

Neil Young ist im Rock zuhause. Viele verorten ihn auch im Grunge, andere halten ihn auch nicht zu unrecht für einen großen Singer/Songwriter. Eigentlich kann man Neil nicht verorten. Hier versucht er sich als Bluesmusiker im Club Ambiente. Das klingt ein wenig dünn manchmal, nicht sein bestes Werk, trotzdem Young halt. 3/5 Wird nicht jünger Wertung

 

Patti Smith - Wave (1979) 

 


Auch weibliche Götter soll es ja geben. Hier the Godmother Of Punk. Nun ja, ich glaube nicht an Götter und Frauen gehören hinter den Herd. Quark, ich schreib zwar so einen Unsinn, aber glaub das ebenfalls nicht, kann eh besser selber kochen als meine Mama. Was das nun mit dem vorliegendem Album zu tun hat? Eigentlich gar nichts, Patti kann ich mir als klassische Mama überhaupt nicht vorstellen. Patti steht als Musikerin, stellvertretend für wenige Frauen meiner Generation, ganz oben. Meinetwegen darf es auch ein Thron im Olymp sein. 5/5 Wichtigste Album von Patti Wertung

 

Robert Plant - Lullaby And ... The Ceaseless Roar (2014) 

 


Reisende soll man nicht aufhalten, schon gar nicht wenn sie Plant heißen und als Led Zeppelin Leadsänger seit dem alles an Musik gespielt hat, was man für gut genug befand. Natürlich waren da auch weniger gute Werke dabei. Dieses gehört aber mit Sicherheit zu den besseren Alben. Das liegt vor allem daran, das seine Mitspieler alle auch Meister an ihren Instrumenten sind. Worldmusik mit der Stimme von Led Zeppelin, die liegen aber gerade bei den Akten. Kein leichtes Unterfangen. 4/5 Skip Wertung

Gruß Stephan

 

Freitag, 7. Juli 2017

Haterrap, Pokemon Go ist Out und Oldschool Lemminge auf der Flucht

 
Pokemon Go ist out, hat mir Max schon vor einem halben Jahr gesagt. Gestern war eigentlich nur Lemminge spielen angesagt. Stephan teilte mit wo der Abgrund ist, gab die Richtung vor und alle machten hops, brave Lemminge. Das klatschende Geräusch als sie nach 100 m Steilküste unten auf Felsen aufschlugen, war nun nicht so schön, allerdings die rote Farbe die dann den Felsstrand säumte entschädigte für vieles. Für alle die nun nicht wissen was sind Lemminge, hier eine Video zu dem eigentlichen Spiel.



 
Der folgende Rap ist in einem längerem Thread entstanden bei Laut.de. Rückblickend betrachtet auch der einzige Inhalt der einen wirklichen Wert hat. Deshalb nun hier exklusiv bei Ancientcave.

Buff...Buff...Boing
sie nennen mich meuri
Buff
nun wird es aber teuri
Boing
gruß vom meuri
Buff Buff
heute schon eine bongi
Boing Boing
understatment cut..BONG qualmt
Buff
dschungel gelt sich
Boing
rubbel den krieger
Buff Buff
laute(r) hater hier
Boing Boing
nun wird es hässlich
Buff
voll der flow nun...BONG qualmt immer noch
Boing
fresse halten ach ja
Buff Buff Boing
deppen beanspruchen die front
Buff
krieg vorbei
Boing
erzähl von gestern nicht

Lemmings war wirklich ein tolles Spiel und ist fast auf allen Systemen (Konsole/PC) umgesetzt worden. Ohne mich all zu weit aus dem Fenster zu lehnen, wenn das 26 Jahre nach Erscheinen immer noch für Inspiration dient, dann kann ein Spiel nur genial sein. Abschließend kann ich den Protagonisten (meine Lemminge, ich hab sie alle) nur empfehlen umbedingt mal Lemmings raus zu kramen und es retrospektiv zu spielen, kühlt so manches Gemüt, dessen bin ich mir sicher. Have Fun!

Gruß Stephan

Montag, 3. Juli 2017

Fünf Alben aus dreißig Songs - Ausgabe 36

Der Sommer ist im Anflug und legt aktuell nur eine kleine Zwischenpause ein. Morgen ist Independece Day (und ich wette, ach lassen wir das…..) in Amiland und meine Frau hat Geburtstag, was mir wichtiger ist könnt ihr euch ja vorstellen. Dementsprechend, zügig diese Liste fertig und ich hoffe sie macht wieder Spaß.

 

Mix der Woche Spotify (03. 07. 2017)

Nach dem Klicken sollte der Webplayer auf gehen, dort sich einfach bei Spotify anmelden mit eurem Account und ihr könnte die komplette Liste sehen und euch anhören.

 

Talk Talk - The Colour Of Spring (1986)

 


Talk Talk hat mit dem Album, Musik zu machen begonnen. Natürlich nicht, doch für viele Musikliebhaber haben sich Mark Hollis und Co. mit der „Farbe des Frühlings“, von Such A Shame und ähnlichen Synthiepopsongs ein gutes Stück befreit. Ihr Sommer begann gerade. Er war leider viel zu kurz, deshalb nun auch diese nostalgischen Töne. Sommer Nostalgie Wertung 4/5

 

The National - The System Dreams Only In Darkness (2017) (Single)

 



Angesichts dieses Single bin ich schon wieder gespannt wie Flitzebogen auf das neue Album (Sleep Well Beast), was am 8. Sep. erscheinen soll. Etwas sperriger Titel, catchie Gitarre die es fast sommerlich leicht macht. Ab und zu, muss man auch entspannen dürfen. Ohne Wertung, da nur Single.

 

Tim Buckley - Greetings From L. A. (1972)

 



Man stelle sich vor, die Plattenfirma sagt dir: spiel Rock'n'Roll oder gar nichts!“ Kurze Zeit findest du dich im Studio wieder und nimmst das Album oben auf und da ist so eine Nummer wie Sweet Surrender dabei. Die Quintessenz, 1975 liegt bei einem Bekannten ein weißes Pulver rum und du darfst mal kurz kosten, eine Line nur, kurze Zeit später wird dir übel und tot bist du. Dumm gelaufen oder? Nein, unverschnittenes Heroin. Der Bekannte bekam ein Verfahren wegen Totschlags, na immerhin. Verdammte, verfickte Scheiße Wertung 5/5

 

The Replacements - Please To Meet Me (Expanded Edition) (1987)

 



Nachdem Bob Stinson die Gruppe verließ, wurde der Sound rockiger, der Auftakt dafür stellt das Album Please To Meet Me dar. Das 1989 Album Don`t Tell A Soul brachte dann auch kommerziellen Erfolg. 1991 war dann der nächste Cut, der bis 2006 anhielt. Seitdem spielen sie in unregelmäßigen Abständen kleinere Gigs. Sie bleiben irgendwie im Kopf Wertung 3/5

 

John Cale - Fear (1974)

 



JC, noch so ein Koksbaron, der aber bisher alles überlebte. Beim Koksen und anderen Bewusstseins erweiternden Substanzen, hat er das Musik machen aber nicht vergessen. Und was für eine! Leicht hat er es sich nie gemacht und uns, die vor Ehrfurcht vor ihm liegen im Staub, mit Fear auch nicht. Einer der größten Singer / Songwriter, die der Planet je gesehen hat. So erst mal ein Näschen kosten Wertung 5/5


Gruß Stephan

 

 

 


 

Dienstag, 27. Juni 2017

1 Jahr

Max und Stephan beräuchern sich mal wieder selber. Quark, das machen wir doch nicht, auch wenn wir super sind. Keine Diskussion, Ende im Gelände. Nein, wir nehmen nur das einjährige Bestehen dieses Blogs zum Anlass, mit euch fast 20000 Lesern zu feiern. Für ein kaum beworbenes Projekt, um unserem Spaß am selber schreiben in die Öffentlichkeit zu tragen, nenne ich das Erfolg. Auf geht´s ins nächste Jahr.


Montag, 26. Juni 2017

Fünf Alben aus dreißig Songs - Ausgabe 35

Als alte Landschildkröte sind mir heute einige Dinosaurier begegnet. Dank meines Panzers aus Stahl, weites gehend ohne Verlust an Substanz dann angehört und fest gestellt wirklich gute Rock/Pop Dinos sterben nie. Auch ein paar neue Kreaturen dabei entdeckt, wobei die auch nette Beiser haben. Hört selber einfach rein.

Mix der Woche Spotify (26. 06. 2017)

Nach dem Klicken sollte der Webplayer auf gehen, dort sich einfach bei Spotify anmelden mit eurem Account und ihr könnte die komplette Liste sehen und euch anhören.

 

T. Rex - The Brondby Club (Live in Denmark 1969) (2016)

 


Marc Bolan, der alte Dino würde am 30. Sep. 70 Jahre alt. Das ist für einen Dino eigentlich kein Alter. Nur hört man der Aufnahme das Alter, nämlich 48 Jahre, tatsächlich an. Ok 1969 mag es nur unausgereifte Möglichkeiten der Konservierung gegeben haben, das Ergebnis ist trotzdem T. Rex nicht würdig. Verrauschter Ramsch, schnell produziert ohne Liebe, Dinos können sich seit Äonen halt nicht wehren. Dinoramsch Wertung 1/5


Morrissey - Vouxhall And I (20th Anniversy Defenitive Master) (1994)




Der nächste Dino, diesmal auch ein eher unsympathischer Bursche. Was für das Album keineswegs gilt. Die Aufnahme, seines Meisterstücks, kann kaum schöner klingen nach 20 Jahren. Ob man Morrissey nun mag oder nicht, auf dem Album beweist er seine Genialität. Wäre er nur vom Charakter ähnlich drauf, dann wäre die Welt ohne solche Dinos undenkbar. Schöne Dino Wertung 5/5


Placebo - Life´s What You Make It (EP 2016)




Placebo, keine Sorge ich hab nun keinen Jurassic Park auf Lager, brachten mit der EP drei Cover Versionen heraus und zwei Live Aufnahmen. Herausragend aus meiner Sicht, ist das Cover von Talk Talk´s Titel gebendes Stück. Bei der kritischen Haltung zu Streaming Diensten von Placebo, irgendwie inkonsequent, seltsame Veröffentlichungspolitik. Trotzdem Wirkung Wertung 4/5


Moon Duo - Occult Architecture Vol.1 (2017)


  

2017 scheint ein sehr produktives Jahr für Moon Duo zu sein. Seit dem Erscheinen dieses Albumteils, ist nämlich inzwischen der zweite Teil (Occult Architecture Vol.2) verfügbar und ein komplett neues Album (Killing Time). Sehr kreativ die beiden, ebenso kreativ ist die Mischung aus Garage Sounds und treibendem Keyboard, für mehr (unbedingt nachholen) fehlte mir allerdings die Zeit. Skip Wertung 4/5


The Dandy Warhols - Thirteen Tales from Urban Bohemia (2000)




Und als letztes, der Popart Dino Warhol. Quark, nur der Bandname ist an Warhol angelehnt. Die Musik der Amerikaner ist zwar auch Pop, sogar Powerpop sagen einige. Allein die Titelliste liest sich mit einer Menge Power: 1. Godless; 2. Mohammed; 3. Nietzsche…...und als Hit, fast zuletzt Bohemian Like You. Gute Laune Sound, durch und durch, mit Kaugummi zwischen den Zähnen grinst er uns an. Ami „Witz“ Wertung 4/5

Gruß Stephan




 

Montag, 19. Juni 2017

Fünf Alben aus dreißig Songs - Ausgabe 34

Heute die Liste war recht einfach, es floß zwar wieder der Schweiß in Strömen hier unter dem Dach, dafür floss es auch schrieftlich aus meiner Feder. Ein Gruß an Ulf und Elli, die zwischen durch mich ein wenig erheitert haben.

Mix der Woche Spotify (19. 06. 2017)

Nach dem Klicken sollte der Webplayer auf gehen, dort sich einfach bei Spotify anmelden mit eurem Account und ihr könnte die komplette Liste sehen und euch anhören.

 

Bauhaus – The Sky´s Gone Out (1982)




Man bin ich froh, das endlich die Pioniere wo Wave und Gothic, getrennte Wege gehen (aber Freunde fürs Leben bleiben), hier in der Liste auch ihren Platz haben. Mir ist klar das Ulf Kubanke vor mehr als 6 Jahren quasi die Referenzkritik zu Bauhaus geschrieben hat, aber darum soll es nicht gehen. Hier geht es wohl um das Werk, was diese Schaffensphase abschloss und richtig rund machte und kommerziell das erfolgreichste Album, was Pioniere oft eben halt nicht haben. Hört sich übrigens immer noch sehr frisch an, als wenn es gestern war. Respekt, wer es selber macht - Wertung 5/5



Midnight Oil – Earth And Sun And Moon (1993)




Australische Truppe, die mit dem Album, ihre erfolgreichste Schaffens - Phase abschlossen. Mit Beds Of Burning gab es 87 wohl den erfolgreichsten Welthit, den je eine australische Gruppe hatte. Das dazugehörige Album hieß Diesel And Dust und stand in jeder Plattensammlung. Das hier klingt wieder fülliger als der Vorgänger, was eventuell am Produzenten (Nick Launay) von Nick Cave liegt. Last doch auch mal euer Bett brennen - Wertung 4/5


True Widow – Circumambulation (2013)




Die kennt doch keine Socke? Klar, ich ja auch nicht. Fand das trotzdem gerade passend, weil eine wunderbare Mischung aus Stonerwüste und Gothichorror. Natürlich muss man dafür in Stimmung sein, je nach Wüste bzw. Horror, der sich im Kopf breit macht. Genug schräge Töne sind vorhanden und das Cover hat was! Weiß nur nicht was? Ach ja Das Bildnis..... Wüstenhorrorentdeckung der Woche 4/5


The Jim Carrol Band – Catholic Boy (1980)




Jim Carrol ist tot! Und, werden nun einige sagen. Ich sage, die Guten sterben zu früh. Jim Carrol als Name, war mir irgendwo sofort bekannt, ich wusste nur nicht woher. Jim Carrol (1949-2009) war ein bekannter Punk Poet, aus Amiland. Einem breiten Publikum wurde er durch die Verfilmung des autobiografischen Romans The Basketball Diaries / Jim Caroll – In den Straßen von New York mit Leonardo DiCaprio als Jim in der Hauptrolle. Die Guten leben weiter, in unseren Herzen - Wertung 5/5


Maniac Street Preachers – The Holy Bible (1994)


 

M.S.P. waren 94 auf dem Gipfel, das sie als Albumtitel The Holy Bibel wählen konnten, ohne dabei albern zu wirken. 95 verschwand ihr Gitarrist und Texter Richey Edwards unter bis heute ungeklärten Umständen. Viele wären als Band daran gescheitert, nicht so die Prechers. Die machen bis heute weiter und suchen immer noch neuem im englischen Gitarrenpop. Gehören schon lange zu meinen Favoriten. Konstante im englischen Rock Business – Wertung 4/5

Gruß Stephan

Freitag, 16. Juni 2017

Fließt wirklich, durch die Adern von Royal Blood, königliches Blut?

Royal Blood - How Did We Get So Dark - Review (2017)

 
Wenn der Titeltrack gleich eine Frage an sich selbst sein soll, dann beantwortet das zweite Album, das nicht bzw. sehr unzureichend. Allein die Spielzeit von 34 min lässt nicht viel Raum zur Spekulation. Nun hatte ich letztens irgendwo noch geschrieben, Quantität sagt nichts über Qualität. Das ist natürlich richtig und weiterhin gültig.

Nach dem Debüt, ist die Erwartungshaltung der Fans, nach einer drei jährigen Präsenz auf sämtlichen Festivals, die man sich denken kann, ins unermessliche gesteigert worden. Der Nachfolger muss also ein wirkliches Brett werden, also hören wir mal rein.

Der Titeltrack, der mit der Frage an sich selbst, hat spürbar an Härte verloren. Nun mag das nach 3 Jahren Touren auch an Erschöpfung liegen, ich vermute aber eher das Royal Blood schon damit der Saft ausgeht.


Mit Lights Out beantworten sie den Titeltrack dann wohl? Reminiszenz für Lights Out ist Figure It Out vom Debüt, einer der Hits. Nur kam das noch mit Schwung und dem nötigem Druck daher, wohin gehend Lights Out zur Popnummer verkommt, auch und gerade beim Riff. Lights Out wirkt so, als wenn einer beim Amp die Regler von 10 auf 4 runter geregelt hat. Hoffentlich geht dem Rest nicht auch das Licht aus. 


In der Zwischenzeit, haben sich die beiden auch dem weiblichem Geschlecht, gewidmet. Mit I Only Lie When I Love You und She´s Creeping driften sie dann klar in Kreisch Gefilde ab. Ihr seit so süß da oben auf der Bühne, Boyband lässt grüßen. Mich beschleicht der Verdacht, mit Royal Blood einer Eintagsfliege aufgesessen zu sein.

Mit Look Like You Now und Where Are You Now? wird es nicht wesentlich besser, bis dann mit Don´t Tell das stärkste Stück, endlich dran ist. Hier funktioniert wieder der Mix aus Härte der Bassgitarre und der Boybandstimme von Mike Kerr.

Nach den Niveau haltenden Stücken Hook, Line & Sinker u. Hole In Your Heart folgt dann noch Sleep und ich bin geneigt sie endlich ins Bett zu schicken. Die kreischenden Mädels haben es sich wirklich verdient.

Ausgehend vom Anfang des Reviews, nein adlig ist gar nichts an Royal Blood. Es tut mir ein wenig leid, das Royal Blood wohl sehr viel Energie in den letzten Jahren verloren hat. Ob durch kreischende Mädels oder was anderes, vermag ich nicht zu sagen. So sind sie ein typischer Vertreter der Bands, die nach einem starkem Debüt einen schwachen Nachfolger produzieren. 2/5

Gruß Stephan

Donnerstag, 15. Juni 2017

E3 und neuer Kraftstoff für unsere Maschinen?




Nun als interessierter Videogamer, wird jeder sofort wissen was ihn mit der Überschrift für diesen Artikel, hier nun erwartet. Das bezieht nun alle Spieler an Konsolen mit ein, egal ob Xbox, PS 4 und Switch. Alle Spiele auch nicht (musste Heizung warten, ihr werdet den Witz gleich verstehen, versprochen), alle die ich für wichtig erachte und die der Spielekultur für alle Altersklassen, was bringen.

Microsoft

Starten wir mit der XBox X, ehemals Scorpio. Seit gut einem Jahr werden wir mit Infos gefüttert, mit dem Ding sollte man quasi durch sein Wohnzimmer fliegen können. Das alles in UHD und in Echtzeit mit min. 60 Frames. Das mag die Konsole auch tatsächlich können. Nur wer hat sich bei der Marketingabteilung bei Microsoft, das einfache X einfallen lassen? Immerhin der 24. Buchstabe im Alphabet, wollte der Erfinder wohl auf das Weihnachtgeschäft hinweisen, was? Nicht dass das tatsächlich so böse ist, aber etwas mehr Phantasie bei der Namensfindung hätte ich mir schon gewünscht, ich verzichte auch auf den Flug durch mein Wohnzimmer, schwöre.

Der eigentliche Bock den Mirosoft abschießt, mit der X, sind die Vorgaben an die Entwickler von den neuen Spielen. Anstatt ein Entwicklerkit denen zur Verfügung zu stellen, was die Konsole in ihrer Leistung darstellt, müssen sie mit dem Entwicklerkit für die One auskommen. Zwingend für eine veraltete Hardware programmieren und das ganze nach oben skalieren, lässt das zu. Da wundert es mich nicht, das trotz anketten der Entwickler an die Heizung, viele Entwickler zu Sony wechseln um dort ihrer Phantasie Raum zu geben. Übrigens die Heizung haben sie auch mit genommen, Microsoft. Danke für diese Konsolenmumie, der wir beim einbalsamieren zuschauen dürfen.

Zum Exklusiv Lineup komm ich nun. Forza 7, wow, ein Spiel! Ich weiß Microsoft spricht von 42 Spielen, aber schaut euch die mal an! Installiert, gespielt, kurz gelacht, deinstalliert – Grütze, das meinen die ernst. Und ohne Heizung auch noch kalt, um die Feiertage. Microsoft ich gratuliere. 




Bevor ich es vergesse, von einer eigenen VR Brille oder so was in Richtung Holodeck, war weit und breit nirgends etwas zu sehen auf der E3 und schon gar nicht bei Microsoft. USA nach Trump, ein ehemaliger größter Soft und Hardware Hersteller schließt seine Pforten 2025! Ach und die neuste Sony Werbung auch noch: Kaufen und erleben sie den Untergang eines der größten Konzerne auf der neuen AR-PS 2. Fliegen im Wohnzimmer, mit Heizung, inklusive.

Realistisch, VR ist beerdigt worden auf der E3, vorerst! Ich weiß jetzt keinen Spieletitel, der da noch Käufer, hinter welchen Ofen auch immer, hervor locken soll. Bei der PC Geschichte weiß ich wenigstens das Oculus bzw. Vive an Nachfolgern arbeiten. Ob die sich irgendwie breit durch setzen können, hängt nicht zuletzt vom Spielelineup ab. Wenigstens eine Konstante, im Videogamedschungel.

Sony

Machen wir weiter bei Sony und der PS 4, egal jetzt in welcher Hardware Revision. Titel wie Horizon haben es schon angedeutet und umgesetzt. Egal auf welcher PS 4, der Titel läuft flüssig und das Spiel bleibt auf einem gutem Grafikniveau, mit Staunfaktor. Dem entsprechendes darf man also auch bei zukünftigen Titeln erwarten.

Die wären: Fifa 18, exklusiv nun bei Sony gelandet und wird mit einer eigenen Version bedacht. Zu sehen hab ich davon noch nichts, aber allein das Fifa mit zu den am meisten verkauften Spielen auf allen Systemen gehört, sagt das schon relativ viel. EA verbockt das bitte nicht!

Marvel´s Spider-Man, nun gut bei den meisten Filmvorlagen die verwurstet werden, gehe ich mit einem gewissen Vorbehalt an das Spiel heran. Oft ist die Lizenz schon sehr teuer und das eigentliche Spiel ist für die Tonne. Hier gibt es zwar auch einen Reboot (13.07.2017 im Kino) des Franchise, nur was in den fast 9:00 min zu sehen ist, ist sicher spielerisch nicht ohne. Trotzdem Test abwarten, dann kaufen.




Detroit: Become Human, wie es mir scheint, ist das zu sehende Filmmaterial direkt aus dem Spiel und setzt schon jetzt Zeichen in Richtung, tolles neues Artdesign. Auch darauf, freue ich mich schon wie Bolle. 




Days Gone, hab nur einen Film zu sehen bekommen direkt aus dem Spiel und das wusste zu gefallen, Mal die ersten Test, wenn es den erscheint, abwarten. Anscheinen entsteht da ein neuer Titel, der für etliche Fortsetzungen gut ist. Allein die Sprengfalle ist sehenswert. Denen wurde warm! 




Shadows Of The Colossus, was neu entwickelt wird aus dem altem Gerüst der PS 2 Version, aber halt wie schon im Video zu sehen ist, im Top modernen Gewand (Texturen, Assets) daher kommt. Ich freue mich darauf sehr.





Natürlich setzt Sony auch sonstige schon etablierte Marken fort und am beeindruckendes technisch, von der Vorstellung auf der PS4, fand ich God Of War. Die Geschichte die erzählt wird in God Of War, ist schon seit Teil 1, über jeden Zweifel erhaben.  Steuerrungstechnisch scheint es auch neue Wege zu gehen, wie das letztlich das alte God Of War Feeling beibehält, eventuell verbessert oder verwässert kann ich nicht sagen.  Da mit brennt Sony ein gutes Feuerwerk auf der diesjährigen E3 ab. Kalt sollte es auf der PS4 nicht werden.




Nintendo

Nun zur Nintendo Switch. Nintendo hat mit der Switch und ihren rasanten Verkäufen der Konsole im ersten halben Jahr alle überrascht. Das mag hauptsächlich auch dem hervorragenden Zelda geschuldet sein, ich glaube aber das auch das Konzept auf geht und die Leute so was innovatives immer gern unterstützen. Das Konzept, Konsole an den Fernsehen und Papa spielt eine Runde Zelda und wir fahren nun nach Oma und hier Kiddys habt ihr Mario Kart 8, um euch die Zeit zu vertreiben, hört sich doch gut an. Nintendo überrascht aber auch diesmal auf der E3.

Die Ankündigung eines neuen Metroid Prime war völlig überraschend und natürlich kann das gar nicht schlecht werden. Bis dahin kann man auch eine Switch wieder kaufen, aktuell halt ausverkauft oder Mondpreise.



Ein Pokemon für die Switch war die kleinere Überraschung, hätte mich schon sehr gewundert, ein auch Handheld ohne Pokemon von Nintendo, ist einfach nicht denkbar. Wie das dann auf dem großem Fernsehen aussieht, muss man abwarten, weil Bilder oder Videos zu dem Spiel gab es nicht zu sehen. Abschließend kann man Super Mario Odyssye und weiteres aus dem Lineup, in diesem Video noch betrachten und sich sein Bild machen.




Ich finde die Japaner schon sehr strange, wenn die ihre Spiele vorstellen, die Ernsthaftigkeit und Selbstironie wenn sie eine lustige Mariomütze beim reden aufhaben. Da wird mir richtig warm ums Herz. Das meinte ich ernst, Wink mit einem Zaunpfahl in Richtung Microsoft, wie es richtig geht.

Mein Fazit der E3 2017. Zum ersten Mal seit Jahren, das ich mit einem warmen Gefühl, das uns da tolle Spiele erwarten, nun diesen Artikel zu machen kann. Eine wirkliche Enttäuschung und zwei ansonsten tadellose Präsentationen, die dafür wirklich überraschen, Zockerherz was willst du mehr!

Gruß Stephan