Montag, 30. Januar 2017

Fünf Alben aus dreißig Songs - Ausgabe 16


Mix der Woche Spotify (30. 01. 2017)


Diesmal hat es mir meine Spotify Mix der Woche Liste es äußerst einfach gemacht. Alles Songs, die voll den Nerv trafen, man sagt auch voll auf die Zwölf. Insoweit war das einzige Hindernis, das ich hier nun nicht in Jubelarien verfalle, ich bin ja leicht zu begeistern. Fangen wir also an.


Peter Murphy – Ninth (2011)



The Crow, Bauhaus Sänger, Peter Murphy lebt zum Glück schon in den USA. Als Islam-Konvertit hätte er sonst mehr Schwierigkeiten dort als 2013. Hier mit dem Pop/Rock Album für mich 2011. Überragender Gassenhauer The Prince & Old Lady Shade. Wer da nicht das Tanzbein schwingt, der hat sie nicht mehr alle. Ausführliches Review von Ulf Kubanke. 5/5 Wieder in Dauerrotation Wertung


Martin L. Gore – Counterfeit e.p (1989)



Diesmal wird Max feiern: noch so ein Gigant der Popindustrie. Sein Debüt als Solokünstler und die ganze EP atmet Depeche Mode vom ersten Ton bis zum letzten, deren Keyboarder, Texter und Sänger er ist. Seit 1990 ist er mit seiner Tenorstimme der ideale Gegenpart zum eigentlichen Hauptsänger von Depeche Mode, Dave Gahan (Bariton). 2003 veröffentlichte er Counterfeit 2, was ich als unabhängiger vom Depeche Mode Sound bezeichnen würde. 4/5 Skip Wertung (Max extra Point)


Lucinda Williams – The Ghosts Of Highway 20 (2016)



Eine der großen amerikanischen Stimmen u. Songwriterinnen. Seit ihrem Durchbruch 1998 mit Car Wheels on a Gravel Road auch einem deutschen Publikum bekannter. Jedenfalls ich mag den rockigen Country, den sie hauptsächlich spielt bzw. auch ihre einmalig dunkel/rauhe Stimme. Da nur drei Songs von dem Album bei Spotify zu finden sind, skip ich die Wertung.


Baroness – Yellow & Green (2012)




Progressive Metal Bretter für Papa, wenn mit dem Album auf Tour nicht der Tourbus eine Böschung abgestürzt wäre. Infolge dessen schieden zwei Mitglieder der Band aus. Der Sänger John Baizley scharte neue Leute um sich und veröffentlichte 2015 mit Purple das vierte Studioalbum, das ich aber von der Materialqualität für etwas hinter Yellow & Green sehe. 4/5 Skip Wertung


Ry Cooder - Ufo Has Landed - Ry Cooder Anthology (2008)




Zum Abschluss eine Legende an der Gitarre. Einem breiten Publikum am bekanntesten ist er wohl durch sein Engagement beim Buena Vista Social Club geworden. Die Anthology zeigt wie ein Best off schön auf, was der Mann alles kann. Bandbreite ohne Ende! Noch ein Zitat von Keith Richard: „Ry Cooder was the first cat I actually saw play the open G chord. I have to say I tip my hat to Ry Cooder. He showed me the open G tuning.“ 5/5 Skip Wertung

Gruß Stephan

Sonntag, 29. Januar 2017

Selbst die Mücken im Dschungel waren diesmal nicht große Elefanten

Selbst-entrückte, Psychopathen, Irre hat diese Welt genug, siehe Trump. Der blöde Affe, aus dem noch freien Amiland, wird uns die nächsten vier Jahre noch genug beglücken, mit Politik die er nicht mal beim Kacken versteht. Geschweige denn, dass irgend eine Schimpftirade ausreicht, um ihn im besonderen, ausreichend zu würdigen. Eigentlich brauchen wir so Veranstaltungen wie eben den Dschungel und sein Camp gar nicht. Nun sind die 2 Wochen rum, wo auch das Unterhaltungsformat irgend wie nicht mehr so richtig zündete.




Ende letzter Woche hatte ich ja angekündigt, so eine Art Fazit schon am vergangenen Donnerstag zu liefern. Angesichts der Schlagzahl mit der Trumpboy seinen inneren Dschungel über der Menschheit auskotzt, fiel mir dazu allerdings überhaupt nichts mehr ein. Nun hat also Marc Terenci, ein Nachwuchssänger ebenfalls aus Amiland, sich durch den Dschungel gedenglischt. Das nächste Kind, was er in diese Welt setzt, sehe ich auch schon auf dem Weg und angeblich war er auch eine verwirrte Stimme, die Trumpboy in das höchste Staatsamt befördert hat. Schlimmer geh es doch wohl kaum?

Das der Marc beim letzten Voting fast 75% der Stimmen bekommen hat, ist schon mal schlimm. Dass das überwiegend Stimmen aus deutschen Landen waren, lässt mich schlimmes befürchten, das wir mit der nächsten Bundestagswahl uns ebenfalls eine Art Trump an die Spitze unseres Landes wählen. Nur wer soll das sein? Irre Frauen fallen mir gerade nicht ein, eventuell das Muttertier Petry Heil, nur dafür müsste sie erst mal mit Seehofer schlafen. Kostverächter, soweit bekannt, ist er ja nicht.

Muddi Merkel und Dschungelprüfung? Wer tut sich den das freiwillig an? Boaring- Time im mittlerweile zwölften Jahr. Ach ja Marc hat ja schon gesagt, das er eigentlich mit jeder Frau schlafen würde, egal wie alt. Gefallen muss sie ihm. Da ihm Trumpboy gefiel, gehe ich mal trotz der Langeweile von Muddi davon aus, das er auch Merkel nicht von der Bettkante schubsen würde. Wir schaffen das!

Nun da ist ja noch ein gewisser Herr Schulz, der in höchste Ämter strebt. Nur warum kommt mir das so vor, das Gabriel den da hingestellt hat, um nicht selber als Letzter das Licht ausmachen zu müssen. Auch möchte doch wirklich keiner mit dem ins Bett und kuscheln, oder? Mal Hanka fragen! Übrigens, weiß eigentlich einer ob Hanka nun wieder einen gescheiten Job hat? Für das Immobiliengewerbe kommt sie wohl nicht mehr in Frage. Ach wer weiß, falls der Trump des Amtes enthoben wird und seinem Kerngeschäft wieder nachgehen muss, nimmt er auch Hanka. Oder sie verkauft Mauerreste, der noch zu bauenden Mauer zwischen Amiland und Mexiko.

Ja das ist der tägliche Dschungel den wir alle ertragen müssen und nächstes Jahr ladet bitte Persönlichkeiten ein in den RTL Dschungel. Das wird ein frommer Wunsch bleiben, weil Gorbi sieht sie sich alle auf Krieg vorbereiten. Ich wäre ja ehrlich, für mehr Betten die man wunderbar teilen könnte, gemeinsam und Sex sells immer!

Gruß Stephan

Dienstag, 24. Januar 2017

Fünf Alben aus dreißig Songs - Ausgabe 15


Mix der Woche Spotify (23. 01. 2017)


Atomirotta – I (2014)




Finnen, nun gut! Hören sich zwar irgendwie nach Elchen und Eskimo an, trotzdem oder gerade deswegen ist es eventuell ganz gut, dass ich kein Wort verstehe. Jedenfalls rocken die so manches Lapplandrind, auch Rentier genannt, weg. Da ich schon immer für Außenseiter zu begeistern war, nun auch die! 4/5 Polarkreisextraskippoint



Sugar – Copper Blue (1992) (Remastered)




Manchmal gibt es so Alben, die sind große Erfolge im Jahr ihres Erscheinens und doch geraten sie in Vergessenheit. So auch hier das Debüt, des ehemaligen Mitbegründers von Hüsker Dü, Bob Mould. Jedenfalls geht Copper Blue ab wie Zucker. Hört sich auch keineswegs nach 1992 an und die damalige Hitsingle If I Can't Change Your Mind hat auch heute Hitpotential. 4/5 Skipwertung



Brian Eno – The Ship (2016)




Am Anfang des Monats hatte ich noch Roxy Music/For Your Plesure vorgestellt, das letzte Album von Roxy Music, an dem Brian Eno beteiligt bzw. mit tonangebend war, nun also sein letztes Solowerk. Muss man sich mit auseinander setzen, wie immer bei Eno. Deshalb ist Eno auch eher vielen als Produzent bekannt. Keine Wertung!



The Who – The Girls I Could´ve Had (2016) (Demo)




Gehört eigentlich in die fünf Scheiben umfassende My Generation ( 50th Anniversary / Super Deluxe) Veröffentlichung. Mit My Generation hatte The Who ihren Durchbruch und gehören seitdem zu den 4-5 Größten die jemals aufspielten im Rock. Irgendwo hab ich mal ein Review zu Live In Leeds geschrieben, die auch heute noch ihre eigene Kraft entwickelt. Da fällt die Singleauskopplung von diesem Stück etwas gegen ab, trotzdem für Leute, die alles haben wollen von The Who, brauchbar. 3/5 Skip Wertung



The Verve – A Northern Soul (2016) (Remastered)




Zweite Scheibe von The Verve und bis heute unterschätzt, weil damals (1995) zwischen Oasis und Blur und dem Überhit Bitter Sweet Symphony liegend. Dabei fällt das Album keineswegs ab, im Gegenteil. Magische Songwriter-Momente und ein charismatischer Richard Ashcroft sind in den beiden Balladen On Your Own und History auch heute noch gut anzuhören. Ich mag das Album sehr. 5/5 Skip Wertung


Gruß Stephan

Donnerstag, 19. Januar 2017

Dschungel - Kleine Mücken reiten große Elefanten

Am 24. 9. wird gewählt und Abends gibt es dann wieder eine Elefantenrunde. Beste Unterhaltung ist also garantiert bis dahin. Wenn es den ein wirklicher Wahlkampf mit Inhalt wird ? Nach dem letztem Jahr und der Thronbesteigung eines anderen Unterhaltungskünstlers, der nicht der Wahrheit verpflichtet ist, befürchte ich allerdings, dass es in DE nicht besser wird. Bis dahin müssen wir wohl oder übel mit Unterhaltungsformaten wie dem aktuell wieder sehr erfolgreichen Dschungelcamp und diversen C-Promis vorlieb nehmen. Für mich stellt sich eigentlich nur eine Frage, was ist die bessere Alternative und warum 2018 nicht die beliebtesten deutschen Politiker im Dschungel einziehen? 


Morgen wird das nach Sensation und Küchenschaben geifernde Publikum - und ich nehme mich da ausdrücklich nicht aus - entmündigt. Nach und nach entscheidet RTL, dass ein Promi nach dem anderem ausscheidet, es ist Halbzeit beim Dschungelcamp. Mit Sicherheit werden die „Promis“ als erstes ausscheiden, die am wenigsten unterhalten haben. Da wären an erster Stelle zu nennen Thomas Häßler und Nicole Mieth. Nun, „Icke“ Häßler ruht sich seit 1990 auf seinem WM Pokal aus, ein kleiner Mann damals ganz groß, machte im aktuellem Camp auch kein Tor was in Erinnerung blieb.


Ähnliches gilt für Nicole Mieth. Seit der ersten Sendung fragt man sich, was will die bildhübsche Statistin auf der Liege da, im angepflanztem Wald? Probe liegen? Ok genug rum gelungert, wer nicht min. ein mal blank zieht und uns das kurze Vergnügen verschafft muss eben wieder anständig Geld verdienen. Vorschlag, wie wäre es mit richtiger Arbeit?


Zwei Kandidaten gibt es noch, die auch eventuell morgen schon das Zeitliche segnen, nein sie werden den einzig wahren echten Dschungel schon überleben, aber halt raus geworfen eventuell.
Zum einen Fräulein Menke, bei der ich einfach nicht weiß womit die sich überhaupt diese Veranstaltung verdient hat und eigentlich hat sie auch bisher nichts wirklich spannendes bei getragen. Außerdem sind ihre mehr oder weniger hohen Berge, wohl mit dem Tretboot in Australien erst gar nicht angekommen. Gähn!


Dann noch Markus Majowski, bis auf seine Alkoholbeichte zu Beginn der Woche während einer Prüfung, fiel der Mann nicht weiter auf. Ganz klar zu wenig geliefert. Erinnert fatal an seinen bisherigen Werdegang, der zwar immer irgend was wollte, aber nie irgendwas richtig her gab. Harmlose Gags, harmlose Unterhaltung, die nach dem Einschalten schon wieder vergessen war, falls man überhaupt dazu kam.

 

So das war es erstmal mit dem Zwischenstand. Keine Sorge, der Dschungel bleibt uns noch bis zum zum 28.1. / 22:15 erhalten, falls dieser Unterhaltungskünstler aus Amiland nach dem 20.1. nicht zufällig über seinen roten Knopf stolpert und sich damit raus redet: Er wollte doch nur schauen was passiert, wenn er den nun drückt! Am Donnerstag dem 26.1. von mir hier ein kurzes, knackiges Fazit und Ausblick auf 2018. Bis dahin viel Spaß weiterhin!

Gruß Stephan

Dienstag, 17. Januar 2017

Fünf Alben aus dreißig Songs - Ausgabe 14

Mix der Woche Spotify (16. 01. 2017)



Half Man Half Biscuit – CSI: Ambleside (2008)




Bands, denen man direkt beim ersten Ton anhört woher sie kommen, beruhigen mich. Neben dem üblichen, eher hektischen Popbetrieb hat sich insbesondere in England eine Szene etabliert, die erstens ihre Instrumente beherrschen und zweitens auch tatsächlich in solchen Pubs auftreten wie auf dem Cover abgebildet. 3/5 Skip Wertung



Radiant – On Dark Silent Off (2016)




Kühles Elektronisches aus Österreich. Wer rechnet denn mit so was? Ich rechne bei Bergvölkern allenfalls mit Kuhglocken und Almtrieb. Ob die hier eine Glocke verwenden, mag ich nicht zu sagen, jedenfalls hört es sich ungewöhnlich cool an und Heidi darf gerne zuhause bleiben. 5/5 OhneHeidi Wertung und Entdeckung der Woche



Mick Ronson - Slaughter On 10th Avenue (1974)




Der Gitarrist von Bowie und auch Dylan wurde zwischenzeitlich auf sein exzellentes Spiel aufmerksam. Als Solokünstler wenig erfolgreich, dafür eine endlos lange Liste wo er Support liefert. Hier das Debüt, hat einen kleinen Hit mit „Only After Dark“. 4/5 Nostalgiewertung



CAN - Anthology (Remastered Version) (2011)




Ob das was speziell Deutsches ist, vermag ich nicht zu sagen. Als ich las, dass CAN nicht als Rockband tituliert werden möchten und von der Zeitschrift Rolling Stone ausgezeichnet wurden, mit Future Days auf Platz 8 der 50 besten  Progressiv - Rock - Alben aller Zeiten, stellte sich nur eine Frage. Warum eigentlich nicht? Nun hört selbst, eventuell kommt ihr drauf. 4/5 Skipwertung



Rick Wakeman – Piano Portraits (2017)




Nein kein Richard Clayderman, viel wichtiger als Keyboarder von Yes. Solo mit mehr als 90 Veröffentlichungen, hier nun mit Hits der letzten 40 Jahre, ausschließlich auf dem Klavier. Warme Neuinterpretationen, auf jeden Fall um zu entspannen, aber nicht unspannend trotz des Bekanntheitsgrades der Stücke. 3/5 Skipwertung


Gruß Stephan

 

Sonntag, 15. Januar 2017

Wenn einer aus dem Pott links hört und im Stehen pinkelt

Eine Reise im Fli(x)tz Bus

Heute war ich mal wieder im Bus auf Reisen unterwegs. Eigentlich war der Sturm vor Antritt der Reise von Heidelberg nach Essen vorüber bzw. über Nacht abgezogen. Nun noch kurz verabschieden von meiner Gastgeberin Gitte und rein in den Bus. Platz suchen, breit machen, irgendeine gute Musik auf die Ohren und es konnte nichts mehr schief gehe.

Und wie immer wenn einem nichts Böses schwant, passsiert ausgerechnet das Ding, was so ein Heimfahrt zu einem echten Erlebnis macht. Bei mir war es meine Sextanerblase. Eigentlich wollte ich diese vor Antritt der Reise noch entleeren. Diesmal war Flixbus nur so pünktlich in Heidelberg, das die 4 min bis zur Abreise nicht mehr reichen würden um das Ding leer zu bekommen. Also bis Mainz verdrücken. Nun kann ich über den Zustand mich lang und breit auslassen, frage mich aber sofort, ob es den Leser tatsächlich interessiert. Sofort dränge ich diesen Gedankenfetzen in den letzten Winkel meines Hinterstübchens, soll er sich da doch verpisseln. Was sollte ich auch hier anderes erzählen.

Nun gut, bis Mainz waren es nur eine gute Stunde, das würde ich wohl ertragen. Wer jemals in einem Reisebus das stille Örtchen aufgesucht hat, wird jetzt eventuell eine Ahnung haben, wovon ich erzählen möchte. Während der Bus auf der Autobahn mal beschleunigt, mal langsamer wird und dabei von links nach rechts schaukelt, braucht Mann sein gutes Stück gar nicht in den Wind halten. Das würde in einer Riesensauerei enden, je nach Inhalt. Nun ich verdrückte inzwischen schon mehr als eine halbe Stunde, das wäre zumindest nahe dran an einer Riesensauerei.

Endlich in Mainz, stieg ich aus dem Gefährt und rauchte mir erstmal eine Zigerette, um mich dann anschließend bei noch stehendem Bus, im Stehen zu erleichtern. Verdammt geil - und nun machte ich mir keine Sorgen mehr. Weit gefehlt: als ich mich wieder ausbreitete, tönte der Busfahrer in sein Mikro, wie man das Busklo doch wirklich zu benutzen hätte.

Man betrete das Busklo bitte durch die rechte Tür. Sperre von innen ab, wobei sich der Absperrhebel nun links befinden sollte, falls man keine Überraschung erleben möchte. Der nächste Punkt war dann, das sowohl für Männlein wie Weiblein es vorgeschrieben ist, sein Geschäft sitzend vorzunehmen. Sofort schoss mir durchs Hirn, ich bin leidenschaftlicher Stehpinkler, die Tür ist zu, ihr könnt mich mal.

Nun gut die paar Spritzer da, wo sie nicht hin sollten, schnell mit Klopapier entfernt, wird schon keiner merken. Dann verließ ich dieses eckige "Hamsterrad" und fühlte mich gut. Ach ja - der Busfahrer erklärte immer noch. Wenn man also sitzend welches Geschäft auch immer fertig gebracht hat, sollte man eine Art Lichtschalter betätigen, der sich links von einem befinden sollte. Nein, schoss es mir durch den Kopf, der Spülknopf befindet sich niemals links im sitzen, das kann mir keiner erzählen, schließlich hab ich vor der Schüssel gestanden. Der befindet sich nur links, wenn man sich vor dem Klo stehend mit Schwanz in der rechten Hand entleert. Ich hoffe ihr habt aufgepasst, eure rechts-links-Schwäche bekämpft und wisst nun wo Spülknopf und Gemächt ihren Platz haben?

Also was lernen wir da raus? Nun der Busfahrer ist ein überzeugter Stehpinkler, sonst käme es nicht zu so einer Verwechslung. Falls der Busfahrer weiblich wäre und solchen Blödsinn verzapfen würde, wäre sie ebenfalls Stehpinkler (dann müsste man allerdings Sorge dafür tragen, dass in Bussen demnächst nur noch Stehklosetts zu finden sind) oder hätte ihren männlichen Kollegen bei der Schulung geglaubt, was man vor Fahrtantritt zu verkünden hat.


Falls sich nun einer fragt warum berichte ich das eigentlich?Ich finde, ein Mann sollte nicht genötigt werden im Sitzen zu pinkeln, auch nicht in Bussen. Ebenfalls denke ich, das man Busfahrer als Busreisefirma nicht nötigen sollte, gegen ihre inneren Überzeugungen links mit rechts zu vertauschen. Und ich wünsche allen Reisenden eine gute Reise, trotzdem muss ich jetzt noch ein wenig ernster werden. Das soll nicht meinen, das Pinkeln im Bus keine ernste Angelegenheit ist.

Endlich angekommen in Essen musste ich nur noch in die S-Bahn. Also zum Ticketautomaten, bei uns hat die VRR noch relativ normale Preise auch wenn sie dennoch zu hoch sind, das Schienennetz im Ruhrgebiet ist dafür noch relativ dicht, mein Bahnhof liegt quasi vor der Haustür. Das Ganze läßt auch eine inzwischen wieder fast volle Blase gut ertragen. 

Dafür passierten drei kleinere Geschichten, die mir aufzeigen dass es auf DE´s Bahnhöfen noch lange nicht zum besten gestellt ist. Neben dem Ticketautomaten die Wartezeit (rund 20 min.) mit einer Zigerette überbrückt, den Rucksack eingeklemmt zwischen den Beinen. Sofort sprach mich ein Typ um die 35-40 an ob ich mal 20 Cent für irgend einen Fusel hätte. Das war schon immer so auf deutschen Bahnhöfen. Ich hatte aber leider nichts mehr an Kleingeld, wegen dem Ticket, also ließ er mich in Ruhe. Trotzdem beschlich mich ein ungutes Gefühl, auch der Druck auf meine Blase wurde wieder stärker.

Also machte ich mich auf zum Gleis, Gleis 7 die S9. Wieder stellt ich mich neben einen Pfeiler des Überdaches um etwas windgeschützt zu warten, direkt diesmal rechts vor mir die Müllbehälter. Und jetzt kommt es, so hatte ich das noch nicht erlebt. Binnen kaum 10 min kamen 5 Flaschensammler an dieser Mülltonne vorbei, zückten ihre Taschenlampe, teils mit fliehendem Blick in den müden Augen und zogen ohne Ergebnis weiter. Wenn ich weiter so meinen Rucksack so einklemme, dann pinkel ich da noch rein. Endlich in der S-Bahn wurde es auch nicht besser, noch ein Flaschensammler, der diesmal die Müllbehälter in den jeweiligen Abteilen überprüfte. 

Zwei Haltestellen weiter, es mögen auch drei gewesen sein, war die S-Bahn fast leer. Ich saß jedenfalls in meinem Abteil allein, der letzte Fahrgast, ein junger Mann mit Rastalocken war gerade in Bottrop ausgestiegen, wanderte mein Blick auf den Boden des Abteils. Dort lag doch tatsächlich eine Spritzen-spitze herum, wie man sie eigentlich nur von einschlägigen Plätzen kennt, in blöden Formaten auf RTL 2.  Ihr wisst schon Toto und Harry oder so was.


Meine inzwischen wieder bis zum Anschlag gefüllte Blase war froh in Gelsenkirchen Hassel endlich aus der S- Bahn raus zu können und meine Frau stand mit unserem "Töfftöff" da, um mich und meine Blase abzuholen. Selten war ich so froh meine liebe Frau zu sehen. Kaum waren wir binnen 2 min. zuhause war die Haustür und die Toilettentür ins Schloss gefallen und ich konnte in Ruhe an diesem Reisebericht schreiben. Damit endet das hier auch und lasst euch nicht abschrecken, demnächst eine Reise zu tun. Reisen sorgt zumindest für neue Eindrücke und volle Blasen, die nach Entleerung schreien. Bin schon gespannt, was mir nächsten Monat auf dem Weg oder zurück vom Max wieder so alles auffällt.

Gruß Stephan

Dienstag, 10. Januar 2017

Fünf Alben aus dreißig Songs - Ausgabe 13

Mix der Woche Spotify (09. 01. 2017)

 

Sisters Of Mercy – Vision Thing (2016 vier Alben Stream)




Nun also auch auf Spotify das super fette letzte Sisters Album, was eigentlich keine Socke braucht. Vor allem nicht, um die Socke doch noch auf irgend eine Tanzfläche zu hieven. Fetter Sound 1990, Fett triefend heute. Wenn sich doch noch eine Socke findet, soll es mir recht sein. 2/5 (Skipdasblosweg Wertung)


Tiger Lou – The Wound Dresser (2016)




Haben Sie mal ein Pflaster? Nö, aber den Schweden Rasmuss Kellerman alias Tiger Lou auf der Habenseite. Der spielt folkige, leicht angerockte Songperlen ein und man kann dabei entspannen und, Vorschlag, von Elchen träumen. Comeback von Tiger Lou, sollte eigentlich 2015 erscheinen. 3/5 (Skip Wertung)


King Dude, Chelsea Wolfe – Sing More Songs Togheter…. (2014 EP)




Eher düster und auch durch die Stimme von Chelsea wird es nicht wesentlich besser. Folkpoprock mit Cashgitarre. Der zweite Song Bed On Fire breitet ein schweres Betttuch auf dem Feuer aus, was eh schon schwarz lodert und das allein von Chelsea vorgetragen. Frauen und Bettgeschichten halt. 4/5 (Skip Wertung)


Clinic – Walking Whit Thee (2002)




Scheiße, da hast du 2002 den Grammy verpasst mit einer echt coolen Scheibe und machst nur noch ein Album. Tja so läuft das halt. Wenn Clinic damals den Grammy gewonnen hätten, anstatt Coldplay, wer weiß wieviel von der Coolnes heute noch da wäre. So bleibt Walking Whit Thee und 2002 als tolles Indiepopjahr, hier mit Waveelementen versetzt, in Erinnerung. 4/5 (Skipwiederenteckungs Wertung)


Morphine – Good (1992)




Debüt von Morphine und nicht wesentlich schlechter als sein Nachfolger Cure For Paine. Nicht ganz so ausgefeilt, nicht ganz so präzise, noch nicht so jazzig. Aber alles da, was Cure For Paine zu dem Überalbum machte, was es dann geworden ist. 5/5 (Debüt Skipnixweg Wertung)

Gruß Stephan

Dienstag, 3. Januar 2017

Fünf Alben aus dreißig Songs - Ausgabe 12


 Mix der Woche Spotify (02. 01. 2017)

 

Millionaire - Outside The Simian Flock (2001)


Vorband von Muse und Belgier - wie schon oft zeigt sich die belgische Pop-Rock Szene als sehr kreativ. Das hier hat ein gutes Stück Muse bis „Absolution“ eingeatmet und Stonerrock a la Queens Of The Stone Age ausgeatmet. Das alles trocken vorgetragen, wie man es als gut geerdeter Europäer vielleicht nur hier auf dem altem Kontinent es sich zu eigen sich machen kann. 5/5 (Skipwertung und Debütextrapoint)



Hundreds – Wilderness (2016)


Das in deutschen Landen durchaus schöner Elekropop gemacht wird, beweist nicht nur Max mit seiner Reviewreihe zu De/Vision. Hundreads, ein Geschwisterpaar (Eva und Philipp Milner) aus Hamburg, beweist es mit ihrem dritten Album auch. Ich brauch definitiv eine Schwester die ebenfalls so cool daher kommt, ach ja hab ja den Max. ;-) 4/5 (Skipwertung)



True Moon - True Moon (2016)

 

Dark Wave, Schweden, Debüt und eine tolle Stimme. Also um etwas abzufeiern brauch ich nicht mehr. Warum begegne ich solchen Frauen nie in Kathedralen und meinetwegen auch im Dunkeln und nicht nur in meiner Phantasiegarage, auch Kopf genannt? Tanzbar, finster deep berührend, Hitpotential. 4/5 (Skipwertung und Debüt der Woche)



Kristin Kontrol – Baby You Are In? (2016 Single)





In what? Ins Gehör hämmert sich ein geiles Bassgewummer und Stephan fängt sein Muskelkater - Aua - Bein im Rhythmus an zu bewegen. „X-Comminucate“ ebenfalls ein Debüt als Album ist astreiner Ami Indiepop. Warum diese Single darauf nicht zu finden ist, weiß ich nicht, jedenfalls schlechter ist die Single nicht. 3/5 (Skipwertung und etwas beeinflusst durch das Album)



Roxy Music – For Your Pleasure (1973)

 

Irgendwo hab ich mal geschrieben, das ich Bryan Ferry immer etwas zu selbstverliebt empfand. Dass das mit dem zweiten und letzten Album mit dem Soundmagier Brian Eno zusammen hängt, hatte ich zwischenzeitlich vergessen und erst durch das (wieder-)hören der hier remasterten Version von 1999 ist es mir wieder eingefallen. Hört selbst. Durch die Soundspielereien und Ideen ihrer Zeit meilenweit voraus, wurden Roxy Music damals zu dem was sie für viele heute noch sind. Bryan Ferry erscheint dadurch fast austauschbar, aber hier klingt er wenigstens noch nach Roxy Music und nicht nur nach eitlem Gockel. Übrigens hatte ich ebenfalls vergessen das Ferry mal mit Amanda Lear zusammen war, die ziert das Cover hier. Tipp: Nicht der schwarze Panther. 5/5 (Nixgehtmehrskipwertung)

Gruß Stephan