Freitag, 10. Februar 2017

Haben die beiden miteinander oder nicht?

Jörg Kachelmann ist kein Opfer. Ein Opfer von zu viel Sex in der Gesellschaft schon gar nicht. Seine Wettervorhersage mimt hier auch nicht das Opfer, nur weil der Herr Kachelmann ein Medienprofi war und genau um seine laszive, an Sexualtherapeuten erinnernde Stimme und Stimmung wusste, in seinen Wettervorhersagen. Das Opfer im klassischen Sinne sind wir die Zuschauer.

Natürlich ist mir klar: jede Vorhersage hat eine gewisse Unsicherheit, gerade was das Wetter betrifft. Da kommt es schon mal vor, das der Herr oder Frau Moderator vor der Kamera Regen am nächsten Tag ankündigt und tatsächlich scheint die Sonne. Natürlich muss man dann äußerlich halbwegs vernünftig aussehen und sich am nächsten Tag für den Fauxpas als Moderator entschuldigen. Das kommt vor und wehe man lässt nicht die Hosen runter, im übertragenen Sinne.

Nun begab es sich wohl, dass Herr Kachelmann, eine Bekanntschaft hatte und mit der im Bett war. Zuletzt missfiel ihm die Dame wohl irgendwie und er wollte einfach nicht mehr. Also, er war ja schließlich Mann, teilte er der Dame das mit. Ob die Dame weiterhin seine Wettervorhersage schaute, ist nicht überliefert. Jedenfalls gewann man, nicht nur als Mann, schnell den Eindruck, die Dame war mit der Trennung von Herrn Kachelmann nicht ganz einverstanden. Das darf man durchaus, nur geht das eine Öffentlichkeit gar nichts an. So ähnlich wie bei schlechtem Wetter, man möchte es auch gar nicht wissen.

Nun machte der Herr Kachelmann fleißig weiter mit seiner Wettershow und zuhause saß eine frustrierte Verflossene und klagte ihr Recht ein. Der Herr Kachelmann hätte sich nicht nur von ihr getrennt, nein, vergewaltigt hätte er sie. Ach wirklich? Nun leider war spätestens ab da die Wahrheit zu Grabe getragen worden und einer breiten Öffentlichkeit wurden Nebelkerzen um die Ohren und Augen geworfen, so das ihnen Hören und Sehen verging.

Auf den mit höllischem Tempo daher fahrenden Zug sprang diesmal ein Medienprofi der besonderen Sorte auf. Alice Schwarzer, die Feministische Ikone der 70iger, die Frauenrechtlerin der gefühlt letzten 10000 Jahre. Und ja, ich als Mann sage, Alice war noch nie eine Schönheit und mir ist klar das sie die Rolle die sie spielte, lieber hässlich spielt. Das passt einfach besser, schließlich hatte sie sich die Mammutaufgabe gestellt, 10000 Jahre (eventuell sogar mehr) patriarchalische Gesellschaftssozialisation innerhalb von wenigen Jahrzehnten absurdum zu führen.

Frau Schwarzer tat also gut daran, den Herrn Kachelmann erst mal vorzuverurteilen. Das musste so, aus ihrer Perspektive betrachtet konnte das gar nicht anders sein. Männer sind Schweine und Neue brauchen wir so und so. Wenn ich über die damalige Wettervorhersage von Herrn Kachelmann nachdenke, mag das sogar so sein. Aber nur weil er (und diese Bekannte auch) uns seltsam vorkommende Sexualpraktiken betrieben, ist er noch lange kein Vergewaltiger. Für die falsche Anschuldigung und diese Vorverurteilung saß der Herr Kachelmann dann 132 Tage in Untersuchungshaft. Ich wette, viele biegen sich das sogar als richtig hin, da er sich einfach die Freiheit nahm sexuell das zu leben, was er und seine Partner(innen) halt wollten. Als wenn uns das was angeht? Als wenn dadurch nicht dem Feminismus ein Bärendienst erwiesen wird?

Nun trafen sich die beiden wieder und wieder wird die Stimmung an erste Stelle gesetzt. Der Herr Kachelmann tauchte an der Uni Köln während eines Vortrages von Frau Schwarzer auf. Der Vortrag trug den schlecht zusammen geschusterten Titel „(Sexual)Gewalt gegen Frauen und Recht“.


Ein Video zeigt davon leider nur knappe 2 min, der Wahrheit dient es nicht.

Was ist aber die Wahrheit? Die Wahrheit aus meiner Sicht ist, das da zwei Medienprofis zu sehen sind, wo der eine (Jörg) um seine Reputation kämpft, dafür die Öffentlichkeit belästigt. Oder glaubt einer, dass die zu sehenden Fotoreporter rein zufällig so nahe dran waren am Geschehen? Ach ja den lasziven Tonfall des Herrn Kachelmann beim Reden, lass 'ich mal außen vor.

Der zweite Medienprofi kämpft ebenfalls um seine Reputation, nämlich die der Jungfrau von Orleans des Feminismus. Alice, verurteilte Steuersünderin, auch das geht eine Öffentlichkeit übrigens nichts an, reagierte relativ cool und unangemessen. Sie kritisierte das angeblich schlechte Licht und wollte nicht anhand der Stimme des Herrn Kachelmann, ihn erkannt haben. Wer glaubt denn den Unsinn? Ein Profi wie Alice wusste sofort wer da spricht und das mit dem Licht, lasse ausschließlich auf mich scheinen, das ist ihre Wahrheit. Und da beschwere sich noch einer über postfaktisches Halbwissen, dem wurde hier ein wirklicher Dienst erwiesen und zeigt nur auf was sie beide hätten tun sollen.

Verdammt, Jörg und Alice, entschuldigt euch gegenüber der Öffentlichkeit endlich und verkrümelt euch. 5 Jahre reichen doch oder haben wir schon lebenslänglich? Ich möchte zuverlässige Wettervorhersagen ohne Sex in der Stimme und ich möchte Frauen gleich berechtigt und selbstbewusst, ohne das ich jedesmal einen Schreck bekomme, wenn sie denn sprechen über den Untergang des Abendlandes. Und nackig machen, bitte im stillen Kämmerlein, ohne mich und die Öffentlichkeit. Danke!

Gruß Stephan

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