Donnerstag, 18. Mai 2017

Ausgepowert!

Chris Cornell ist letzte Nacht verstorben, mit nur 52 Jahren und damit verstummt eine einmalige Stimme, die in den letzten 30 Jahren prägnant und prägend für die gesamte Rockbranche war. Das aktuell das Rockgenre, angefangen mit dem Grunge als ein Stilmittel her halten muss, für diverse Gerüchte u. Spekulationen was Drogen, Alkoholexzesse etc. betrifft, halte ich für nicht angemessen was Chris Cornell für das Genre Rockmusik künstlerisch, nicht nur mit Hilfe seiner Stimme, geleistet hat.

Genau darauf basiert die nun folgende Auflistung seiner Alben mit/in Bands, mit einer kurzen Einschätzung wie gut oder schlecht ich die einordne. Eine kleine (nicht vollständige) Retrospektive!


Soundgarden

Ultramega OK (1988)


Debüt und Grammy nominiert! Hier zeichnete sich schon ab, was für eine Stimme da die Branche aufmischen sollte. 4/5

Louder Then Love (1989)


Grunge, obwohl der Begriff noch gar nicht erfunden war. Die Taktschemata (u.a. 9/4-Takt in Get on the Snake oder ganz wild in I Awake, 4/4-, 6/4-, 9/8-, 11/8- und 14/8-Takte) wiesen klar den Weg, Richtung neues Genre Grunge. 4/5

Badmotorfinger (1991)


Letztens noch in meiner Liste als herausragendes Album vorgestellt. Konnte damals nicht wissen, das es so eine Bedeutung bekommen sollte. Wichtigstes Album von Soundgarden. Must Have! 5/5

Superunknown (1994)


Beinhaltet den Überhit der 90iger Black Hole Sun, entfernt sich damit aber wieder vom Grunge und hin zum Power Rock. Man will ja nicht still stehen als Band. Grammy u.a. für Black Hole Sun. Ebenfalls Must Have! 5/5

Down On The Upside (1996)


Wieder mehr Taktexperimente und akustische Balladen. Chris bezeichnet das Album, in der Entstehung, ein wenig Back To The Roots. Besinn (-ungsloser) licher Ausklang einer ersten Schaffensphase, negativ gedacht nichts halbes und nichts ganzes. 3/5

King Animal (2012)


Der Name des Albums ist auch gleich Programm, Soundgarden fand sich wieder zusammen und ließ gleich alles an Rockgetier, auf die Bühnen die die Welt für Chris bedeuteten, los. Großartig, dann auf allen großen Festivals durch gestartet und man hoffte, nun jäh aus den Träumen gerissen. Comebackpunkte! 5/5


Temple Of The Dog

Temple Of The Dog (1991)


Zwei Songs (Say Hello 2 Heaven und Reach Down) und Chris trommelte seine weiteren Mitstreiter für TFTD zusammen, um seinen Freund und Mitbewohner Andrew Wood ein angemessenes Gedenken zu schenken und uns eine Supergrupp bevor alle Mitglieder so richtig super bekannt waren. Ich nenne so etwas Genialität. 5/5



Audioslave

Audioslave (2002)


Mein Album des Jahres 2002, Power Rock von aller feinster Güte und erstmals das Chris mir bleibend sich ins Hirn fräste. Der Sound, maximal, brutal, krachend von den restlichen Musikern von Rage Against The Machine (Tom Morello an der Gitarre) eingespielt. Aber die Stimme von Chris, so was von Over The Top, da geht kein Blatt mehr zwischen. Stimmlich war Chris auf dem Gipfel, mit dem Album. 5/5

Out Of Exile (2005)


Ganz leicht hinter dem Debüt. Manche meinen aber auch genau das Gegenteil. Genau kann ich es nicht sagen, irgendwie wirkt es so, da insbesondere Chris nicht mehr ganz so präzise sang. Ein paar kleine Fehler, machen da für mich den Unterschied. Mag auch an der Aufnahme liegen. 4/5

Revelations (2006)


Das letzte Album mit Audioslave und Chris klingt noch ein Stück hinter Out Of Exile. Nicht wirklich schlecht, er „groolt“ die Töne nicht zu ende. Eventuell bilde ich mir das auch nur ein, zu dem Zeitpunkt hörte man so einige Gerüchte das es Chris nicht gut ging (Alkoholprobleme u. Trennung von erster Frau). 3/5


Weg gelassen hab ich die vier Solo Studioalben. Ganz bewusst, weil ich Chris immer trotz der herausragenden Stimme als „Part Off“ des großen Ganzen wahr genommen. Die Soloalben zeigen auch seine Bandbreite über Grunge und Rock hinaus. Stellvertretend kann man seine Arbeit für den Titelsong zu James Bond: Casino Royal – You Know My Name anführen. Seine letzte Soloarbeit The Promise, deutet ein neues Album an. Falls es da mehr gibt, werden wir davon noch hören und hoffentlich seinem Lebenswerk dann auch mit dem entsprechenden Respekt zollen.

Ein letzter Gruß an Chris und Sing den Himmel zusammen. 

Gruß Stephan nur ein Fan

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